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| Abnahmevorschrift | Abnahme-/Transportbedingungen: - maximale Probenstabilität: Serum 8 Tage bei 2-8°C oder 1 Monat bei -20°C Störfaktoren: - Plasma und hämolytisches Serum sind für diese Analyse nicht geeignet. - Kontrastmittelgabe <4h und Antibiotika |
| Häufigkeit | werktags, normalschichtig |
| Klinische Hinweise | Indikation: - Protein-Elektrophorese ist eine orientierende Untersuchung zum Nachweis einer Dysproteinämie z.B. Akute-Phase-Reaktion, Immundefizienz, Nephrotisches Syndrom - Verdacht auf eine Monoklonale Gammopathie - Semiquantitative Bestimmung des M-Proteins zur Verlaufs- und Therapiekontrolle beim Multiplen Myelom Hinweise zur Interpretation: - elektrophoretische Mobilität ausgewählter Proteine Albumin-Fraktion: Albumin, Präalbumin, α1-Lipoproteine (HDL), beta-Lipoproteine (LDL) , präbeta-Lipoproteine (VLDL) α1-1-Fraktion: saures α1-1-Glykoprotein, α1-1-Antitrypsin α1-2-Fraktion: α1-2-Makroglobulin, Haptoglobulin, Coeruloplasmin beta-Fraktion: Transferrin, Hämopexin, Komplement C3 und C4, beta-2-Mikroglobulin, Immunglobuline gamma-Fraktion: Immunglobuline - Die prozentualen Angaben der einzelnen Fraktionen beziehen sich auf das Gesamteiweiß im Serum - Elektrophorese-Musterbewertung (z.B. akute- oder chronische Entzündung, Antikörpermangel, monoklonale Gammophathie) - der Extragradient (= M-Protein) wird in g/L angegeben - ein Extragradient in der α1-2-Fraktion kann durch Kontrastmittelgabe (<4h) oder durch Antibiotika verursacht werden. - eine Bisalbuminämie kann passager durch eine Antibiotikatherapie oder erhöhte Lipoproteine verursacht werden, wie z. B. bei einer Hypercholesterolämie oder im Rahmen eines Nephrotischen Syndroms. Eine permanente Bisalbuminämie ist ein Hinweis auf eine genetische Variante. Bei dieser genetisch bedingte Proteinanomalie scheint es sich um eine harmlose Anomalie zu handeln. - Fibrinogen (Plasma) kann sich als Extragradient zwischen beta- und gamma-Frakion darstellen. - Hinweis zur Diagnostik der monoklonalen Gammopathie Monoklonale Proteine können sich in allen Fraktionen darstellen. Die nachweisbare Konzentration eines monoklonalen Proteins wird mit 0,27g/L angegeben. Entsprechend der Position der monoklonalen Komponente und des polyklonalen Hintergrundes der Fraktion kann die Detektionsgrenze variieren. Eine Bestätigung der Monoklonalität muss durch Immunfixation im Serum erfolgen. Bei Verdacht auf eine monoklonale Gammopathie wird zusätzlich zur Serum-Proteinelektrophorese die Bestimmung der freien Leichtketten im Serum empfohlen. Die diagnostische Sensitivität steigt damit von 79,0% auf 94,3%. Zur Abklärung einer Amyloidose wird die Immunfixation im 24h-Sammelurin empfohlen. - polyklonale Hypergammaglobulinämie bei ca. 60% der Patienten mit IgG4-assoziierter Erkrankung |
| Material | Serum |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Verfahren | Elektrophorese |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:20 |