|
|
| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 19.06.2024, IE Präanalytik: - Analytik nur UKD-intern - Anmeldung im Labor erforderlich (-3411)! - Nüchternblutabnahme - Heparin stört, falsch positive Ergebnisse - für das gewärmte Serum bitte Serum-Monovette ohne Zusätze (SAP-Nr.: 200074)verwenden - Material für Blutentnahme (Nadeln/Monovetten) vor Blutabnahme auf 37°C vorwärmen - nach Blutabnahme Material sofort ins Haus 53 - Zentrale Annahme bringen - der Transport muss bei 37°C erfolgen, ansonsten kann es zu falsch negativen Ergebnissen kommen. Verwenden Sie am besten auf 37°C vorgewärmte Gelpacks - Wir bitten, das Material unbedingt beim Laborpersonal persönlich abzugeben. |
| Häufigkeit | werktags - Anmeldung im Labor erforderlich |
| Klinische Hinweise | Indikation: - Purpura - Symptomkomplex Purpura, Schwäche, Arthralgie - Neurologische Störungen - Glomerulonephritis - Raynaud-Syndrom - Arthritis - Sicca-Syndrom - Lebererkrankungen (v.a.Hepatitis C) - auffällige Laborbefunde: unklare Erniedrigung der Komplement-Konzentration (C4), monoklonales IgM, unerwartet hohe Titer Rheumafaktor, Pseudothrobozytose, Rouleau-Bildung der Erythrozyten. Interpretation: Monoklonale Kryoglobuline (Typ 1) präzipitieren bei 4°C innerhalb von 3-18h, gemischte Kyoglobuline (Typ 2 und Typ 3) benötigen oft mehr als 72h. Die Präzipitation zeigt sich durch eine Trübung des Serums. - Monoklonale Kryoglobulinämie: Bei Typ1-Kryoglobulin handelt sich um ein monoklonales Ig, meist IgM oder IgG (IgG2 oder IgG3), selten um IgA oder Bence-Jones-Protein. Typ 1-Kryoglobuline treten bei malignen B-Zellerkrankungen auf und werden fast ausschließlich bei M. Waldenström und dem multiplen Myelom gefunden. - Gemischte Kryoglobulinämie: Eine Hypokomplementämie ist der wesentliche Befund der kryoglobulinämischen Vaskulitis und grenzt diese von der antineutrophilen zytoplasmatische Antikörper (ANCA)-bedingten Vaskulitis ab. Der überwiegende Teil der Patienten hat pathologische Rheumafaktorwerte. Die meisten kryoglobulinämische Vaskulitiden sind Hepatitis C-Virus bedingt. Typ 2-Kryoglobulinämie: Ein monoklonales Ig, häufig IgM Kappa, selten IgA oder IgG, meist mit Rheumaaktivität und ein polyklonales Ig, meist IgG; selten auch zwei monoklonale Ig möglich. Typ 2-Kryoglobuline sind idiopathischer Natur oder werden häufig in Assoziation mit Vaskulitiden, Glomerulonephritiden oder Hautmanifstationen gefunden. Die klinische Manifestationen sind am ehesten auf eine extrahepatische Manifestation der chronischen Hepatitis C-Virus Infektion zurückzuführen. Typ 3-Kryoglobulinämie: Es handelt sich um meist polyklonal gebildetes IgM, das mit anderen polyklonalen Ig, meist IgG, seltener IgA-Immunkomlpexe bildet. Typ 3-Kryoglobulinämien treten vorwiegend bei infektiösen Erkrankungen und Bindegewebserkrankungen auf und haben oft keinen pathologischen Wert. Bemerkung: - Das Screening auf Kryoglobuline erfolgt visuell, qualitativ über 96 h. - Bei positvem Befund Kryoglobuline folgt zusätzlich die Immunfixation im gelösten Präzipitat. |
| Material | Serum 37 Grad Celsius |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | nicht akkreditiert |
| Verfahren | Kühlschranktest |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:02 |