Präanalytik: - 24-Std.-Sammelurin (Aliquot in einer Urin-Monovette einsenden) - Angabe Sammelvolumens und -zeit - Aufgrund fehlender Referenzbereiche für Kupferkonzentrationen in Spontanurin wird die Verwendung von 24h-Sammelurin empfohlen! - keine valide Interpretation von Kupferkonzentrationen im Spontanurin
Störgrößen: unvollständige Urinsammlung
Hinweis: bei Gabe von D-Penicillamin zum Ausschluss/zur Bestätigung eines M. Wilson dies bitte unbedingt bei der Anforderung angeben
Einheit
µmol/24h
Häufigkeit
wöchentlich
Klinische Hinweise
Indikation: - Verdacht auf Kupfermangel bei langfristiger totaler parentaler Ernährung und Sondenernährung - Verdacht auf Morbus Wilson - Verdacht auf Menkes-Syndrom - Verdacht auf Kupfermangel bei unklarer Eisen-refraktärer Anämie mit Neutropenie
Hinweise zur Interpretation: - bei Morbus Wilson Cu-Ausscheidung im Urin erhöht (M. Wilson >1,6µmol/d; Cu i.S. erniedrigt), - erhöhte Werte im letzten Drittel der Schwangerschaft, Östrogentherapie, bei Anwendung oraler Kontrazeptiva - erhöhte Werte bei Infektionen und inflammatorischen Prozessen, akuter Leukämie, aplastischen Anämien und Thyreotoxikose - erniedrigt bei nephrotischem Syndrom - tendenziell erniedrigt bei erhöhten Kortikosteroidkonzentrationen - Bei einem D-Penicillamin-Belastungstest im Zuge der M. Wilson-Diagnostik ist mit deutlich erhöhter Kupfer-Ausscheidung im Urin bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose zu rechnen.