Letzte Aktualisierung: 25.02.2016 (neum.)/Ergänzung 25.01.22 neum. Präanalytik: - hämolytisches und lipämisches Material kann zu falschen Analysenergebnissen führen - Vigabatrin führ infolge Enzymhemmung zu falsch niedrigen Werte (siehe Hinweise) - Isoniazid und Cyanokit (Hydroxocobalamin) in therapeutischen Konzenztrationen können zu falsch niedrigen Analysenergebnissen führen - Sulfasalzin und Sulfapyridin können bei signifikanten Konzentrationen zu falsch niedrigen Werten bei der ALAT-Bestimmung führen (Hintergrund: Störung durch Interferenzen bei der Meßwellenlänge des NAD(H)-Reaktionsprinzips)
voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit
µmol/(s*L)
Häufigkeit
Notfallparameter, ganztägig
Klinische Hinweise
Indikation: - spezifischer Parameter für Lebererkrankungen
Bemerkung: - ALAT = GPT (ältere Name) - optimierte IFCC Methode mit Zusatz des Coenzyms Pyridoxalphosphat
Hinweis: - im Hepatozyten: ca 85% ALAT im Zytoplasma ca 15% ALAT mitochondrial gebunden
- Beurteilung Leberschädigung: -- ALAT erhöht bei Hepatitiden, Leberzirrhose (beachte: falls kein Lebergewebe mehr vorhanden ist auch keine/normale ALAT nachweisbar) Lebertumoren und -metastasen, Steatosis hepatis/Alkoholische und Nicht-alkoholische Steatohepatitis, Ikterus, Lungenembolie -- leichte Leberschäden: Anstieg der membrangebundenen GGT -- schwerere Leberschäden: Anstieg der zytoplasmatischen ALAT und ASAT -- schwere Leberschäden: Anstieg der mitochondrialen GLDH und ASAT
beachte: falsch niedrige ALAT-Werte durch Gabe von Vigabatrin: Vigabatrin als GABA-Transaminasehemmer hemmt Transaminasen auch in vitro, die Störung der Bestimmung der Enzymaktivität vor allem der ALAT (Verringerung der Serumaktivität um 30 bis 100%), in geringem Ausmaß auch die ASAT-Bestimmung (Lit.: EMEA-Hinweis www)