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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 04.01.2022 (Tie) Material: EDTA-Vollblut Die Durchflusszytometrie wird für einen Materialeingang im Labor von Montag bis Freitag 12.00 angeboten. Immunphänoptypisierungen können zumeist ohne Qualitätsverlust innerhalb von 24 Stunden durchgeführt werden. Zelluläre Blutbestandteile weisen ca. 5-10% niedrigere Werte bei Abnahme der Probe im Liegen auf. |
| Häufigkeit | Materialannahme nur bis Freitag 11.00 Uhr |
| Klinische Hinweise | T-Zell Rezeptoren sind molekulare Komplexe aus 2 Funktionseinheiten: Die Antigen-Erkennungs-Einheit an der Zelloberfläche, die entweder aus AlphaBeta- oder GammaDelta-Ketten besteht, und die Signal-Übertragungseinheit, bestehend aus den Ketten des CD3-Komplexes. Die meisten (90-99%) T-Zellen des peripheren Blutes und der lymphatischen Organe tragen AlphaBeta-T-Zell-Rezeptoren, ein deutlich kleinerer Anteil GammaDelta-TCR. Die Antigen-Erkennungs-Einheiten müssen eine Vielzahl von Antigenen erkennen. Die hierfür notwendige Diversität wird durch den genomischen Rekombinations-Prozess während der T-Zell Entwicklung im Thymus gewährleistet, bei dem die variablen Genabschnitte des TCR durch zufälliges Kombinieren der vielzähligen sogenannten V D J - Gensegmente neu zusammengesetzt werden (V= variabel, D= Diversität, J= Joining). Nach der VDJ Rekombination besitzt jede T-Zelle einen einzigartigen T-Zell-Rezeptor. Im Gen-Locus der Beta-Kette (des AlphaBeta-TCR) befinden sich 65 verschiedene V-Gensegmente = V-Beta-Segmente. Diese können aufgrund von Ähnlichkeiten der Segmente in 25 Subfamilien (22 funktionelle Familien) eingruppiert werden. Während der zellulären Immunantwort werden nur die T-Zellen, die einen (Erreger-) Antigen-spezifischen TCR besitzen aktiviert. Diese Aktivierung resultiert in der klonalen Expansion der spezifischen T-Zellen (durch Zellteilung entstehen Klone der spezifischen T-Zellen, welche ihrerseits weiter proliferieren). Bei angeborenen Immundefekten oder nach Stammzelltransplantation kann es zu einer dauerhaften Ausdünnung der Vielfalt der T-Zell-Rezeptoren kommen, einem sogenannten oligoklonalen T-Zell-Repertoire. Beispiele sind das DiGeorge-Syndrom oder das Omenn-Syndrom als klinische Variante des SCID. Nach einer Stammzelltransplantation kann es bei fehlender oder stark eingeschränkter Thymusfunktion zur Ausdünnung des T-Zell-Repertoires kommen. Klinisch ist diese Situation durch eine Infektneigung oder Autoimmunphänomenen gekennzeichnet. Das im Assay verwendete Kit erlaubt den Nachweis von 24 verschiedenen V-Beta-Segmenten, wobei ca. 70% des physiologischen TCR V-Beta Repertoire der CD3+ Lymphozyten abgedeckt werden. Normalerweise lassen sich alle V-Beta-Rezeptoren in einem relativ ausgewogenen Verhältnis nachweisen. |
| Material | EDTA-Blut |
| Probengefäß | EDTA-Monovette |
| Probenvolumen | 2.7 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | Kommentar: Nicht CE-zertifiziert, Methode in Validierung. |
| Verfahren | Flowzytometrie |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:14 |