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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 22.09.2015 (Sie) Telefonische Anmeldung unter 458 2570 erforderlich, Angabe der Indikation und Medikation notwendig, Monovetten nicht kühlen! Analytik ist nur werktags von 7 bis 13 Uhr möglich. Präanalytik: - 24 h vor der Blutabnahme sportliche Betätigung meiden, - auf Alkohol und stark fetthaltige Mahlzeiten verzichten, - Blutabnahme unter stressfreien Bedingungen am liegenden Patienten, - Staudruck zur Venenpunktion zwischen dem systolischen und diastolischen Druck, - Stauung nicht länger als 1 Minute, während der Entnahme Stauschlauch öffnen, - großlumige (19 - 21 G) Kanüle, - nicht das erste Blut nach der Venenpunktion, - Hirudin-Monevette muß bis zur Markierung gefüllt werden, - Vermischung durch mehrmaliges Schwenken (nicht Schütteln) unmittelbar nach Abnahme, - keine Blutentnahme aus Kathetern, Medikamente mit Wirkung auf die Funktion der Thrombozyten müssen mindestens 7 Tage von der Untersuchung abgesetzt werden. Der Transport muss ungekühlt innerhalb von 1 Stunde nach der Blutabnahme erfolgen, die Messungen dürfen frühestens 30 Minuten nach der Blutabnahme erfolgen und müssen innerhalb von 4 Stunden abgeschlossen sein. Stör- und Einflussgrößen Thrombozytenaggregation - Keine Analytik in Proben mit Gerinnselbildung sowie bei Füllungsabweichung >10% - Keine Analytik bei ausgeprägter Hämolyse, ausgeprägtem Ikterus sowie starker Lipämie - Keine Analytik in Proben mit Thrombozytenzahlen <100 GPt/l |
| Einheit | % |
| Häufigkeit | werktags - Anmeldung im Labor erforderlich |
| Klinische Hinweise | Indikation: Die Testung der Thrombozytenaggregation ist indiziert zur Abklärung von angeborenen oder erworbenen Thrombozytenfunktionsstörungen. Interpretation: Die Induktorkonzentration 5µM löst eine monophasische irreversible Aggregation aus. Ein biphasischer Verlauf zeigt eine verzögerte 2. Welle (endogene ADP-Freisetzung aus den Granula) an. Ein vermindertes Maximum weist auf eine gestörte Aggregierbarkeit durch ADP hin, eine Desaggregation (Angabe ab 10%) zeigt an, dass das gebildete Aggregat nicht stabil ist. Bei einer Induktorkonzentration 2,5µM verläuft die Aggregationswelle regelrecht biphasisch und erlaubt die Beurteilung der 2. endogenen Welle. Die Induktorkonzentration 0,5µM führt ausschließlich zur 1. Aggregationswelle nach Reaktion des exogenen ADP mit dem Rezeptor. Eine gestörte Aggregation sollte auf Reproduzierbarkeit unter Ausschluß einer Medikation mit Wirkung auf die Thrombozytenfunktion geprüft werden. Weiterführende Untersuchungen sind die Testung der ADP Freisetzung und die Funktion des ADP-Rezeptors durch Aktivierung des IIb/IIIa Rezeptors. Typische Befund-Konstellationen sind: Thrombasthenie Glanzmann: verminderte bis stark verminderte Aggregation mit APD, Kollagen und Arachidonsäure, Bernard-Soulier-Syndrom: regelrechte Aggregation mit APD, Kollagen und Arachidonsäure, verminderte Aggregation mit Ristocetin. |
| Material | Citrat-Blut |
| Probengefäß | Citrat-Monovette |
| Probenvolumen | 1.5 ml |
| Referenzbereich | 69 - 88 |
| Verfahren | Aggregationstest |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:26 |