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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 07.05.2018 (ko) Abnahme-/Transportbedingungen: - Probenstabilität, 21 Tage bei 2-8°C , bei längerer Lagerung bei -20°C einfrieren. - hämolytisches oder lipämisches Serum ist für die Analyse nicht geeignet - die Bestimmung erfolgt dienstags und freitags |
| Einheit | mg/L |
| Häufigkeit | wöchentlich |
| Klinische Hinweise | Indikationen: 1. Diagnose/Ausschluss und Therapie/Verlaufskontrolle: - Bence Jones Myelom (Typ Kappa und Typ Lambda) - Nonsekretorisches Myelom (NSMM) - AL-Amyloidose - Light Chain Deposition Disease (LCDD) - Multiples Myelom mit Leichtkettenbeteiligung 2. Langzeitüberwachung: - Monoklonale Gammopathie unbekannter Signifikanz (MGUS) Hinweise zur Interpretation: Im Serum von Gesunden kommen geringe Mengen an freien Leichtkettn vor. Die freie Kappa-Leichtkette liegt überwiegend als Monomer und die freie Lambda-Leichtkette als kovalent gebundenes Dimer vor. Erhöhte Werte an freien Leichtketten sind mit der malignen Proliferation von Plasmazellen, AL-Amyloidose und der Ablagerung von freien Leichtketten assoziiert. Patienten mit asekretorischem Myelom haben zu 50% einen pathologischen Quotient freie Kappa-/freie Lambda-Leichtkette, zur Bewertung siehe unter Quotient freie Kappa-/Lambda-Leichtkette. Erhöhte Serumkonzentrationen an polyklonalen freien Leichtketten können bei Autoimmunerkrankungen wie SLE auftreten. Bei Verdacht auf eine monoklonale Gammopathie wird zusätzlich zur Serum-Proteinelektrophorese die Bestimmung der freien Leichtketten im Serum empfohlen. Die diagnostische Sensitivität steigt damit von 79,0% auf 94,3%. Risikofaktoren für eine Progression der Monoklonalen Gammopathie Unklarer Signifikanz (MGUS), STAND August 2010: - monoklonales Protein >15 g/l - abnormaler Quotient der freien Kappa-/Lambda-Leichtketten im Serum - nicht IgG-MGUS Beim Nachweis aller drei Risikofaktoren wird von einem Hochrisiko-MGUS gesprochen. Bei diesen Personen liegt die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer malignen Erkrankung oder einer Amyloidose nach 20 Jahren bei über 50%, bei MGUS-Patienten ohne diese Risikofaktoren bei 5%. Für MGUS mit Leichtketten-Immunglobulinen beträgt das Risiko für den Übergang in eine lymphoproliferative Erkrankung ca. 0,3% pro Jahr. Die international Myeloma Working Group (MWG) hat die Kriterien für die Diagnose eines Multiplen Myeloms aktualisiert (Rajkumar et al.2014) Multiples Myelom - eine neue Definition: Histologischer Befund (klonale Plasmazellen im Knochenmark > 10% oder Biopsie-bestätigtes Plasmazytom) + ein CRAB-Kriterium (Hyperkalziämie, Niereninsuffizienz, Anämie, Knochenläsion) oder + ein Biomarker: 1. Quotient: involvierte durch nichtinvolvierte Leichtkette >100 und involvierte Leichtkette >100mg/L oder 2. klonale Plasmazellen im Knochenmark >60% oder 3. > 1 fokale Läsion - Hinweis auf maligne Plasmzellerkrankungen, siehe auch freie Leichtketten-Ratio im Serum |
| Material | Serum |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | extrem erhöht: 100.00 3.3 - 19.4 |
| Verfahren | Turbidimetrie |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:57 |