Erythrozyten i. Pk.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung 26.02.2026

voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang):
- 1-2 Werktage
Einheit TPt/L
Klinische Hinweise 1) Aszites
Erythrozyten <10.000/µL: am ehesten steriler Aszites bei Leberzirrhose
Erythrozyten >10.000/µL: am ehesten Traumen, Tuberkulose, Neoplasien, evtl. auch bei kardialem Aszites
Bemerkungen:
A) In der Peritoneallavage werden <25.000/µL Erythrozyten nachgewiesen
B) Ein Verteilungsverhältnis Erythrozyten zu Leukozyten wie im EDTA-Blut weist auf eine iatrogene Schädigung oder Blutung hin.

2) Pleuraerguss
Erythrozyten findet man in Ergüssen besonders nach Traumen, bei Tuberkulose, Infarktpleuritis oder Neoplasie, was insbesondere für Werte >100.000 µL gilt. Bei Lungenembolien ist die Erythrozytenzahl in 30% der Fälle <10.000/µL; <20% haben Werte >100.000/µL. Als relativ typisch gelten Erythrozyten beim Hämatothorax, z.B. >100.000/µL nach einem Trauma, als Hinweis auf eine Lungenembolie oder auf ein Karzinom.

3) Synovialflüssigkeit
Im normalen Gelenk gibt es keine Erythrozyten. Eine Erythrozytenzahl > 5000/µL befindet sich am ehesten bei Traumata. Andere Ursachen für einen Nachweis von Erythrozyten in der Synovialflüssigkeit sind: Hereditäre hämorrhagische Erkrankungen, Antikoagulantientherapie, Tumoren, Arthrosen, Pyoarthritis, Chronische Arthritis.

4) Dialysat, CAPD
Als Cut-off-Wert werden Erythrozyten <10000/µL eingesetzt
Material Ascites-Punktat
Probengefäß EDTA-Monovette
Probenvolumen 2.7 ml
letzte Änderung 18.03.2026 15:22