Letzte Aktualisierung: 16.03.2016 (neum.) Präanalytik: - keine besonderen Maßnahmen notwendig - für Neugeborene und Säuglinge wird die enzym.Kreatinin-Bestimmung eingesetzt (siehe KREAenzym.) - Störungen/Einfluss von Hämolyse, Lipämie, Ikterus siehe: H-Index, I-Index und L-Index im iXCAT - weitere Interferenzen: nicht bekannt
voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit
µmol/L
Häufigkeit
Notfallparameter, ganztägig
Klinische Hinweise
Indikation: - Diagnose und Verlaufskontrolle von akuten und chronischen Nierenerkrankungen, - Kreislaufversagen/Schockzustände, - Kontrolle der Nierenfunktion, -schädigung bei Medikamentengabe (Dosisanpassung bei Therapie mit nephrotoxischen und/oder renal eliminierten Medikamente), - Dialyse
Bemerkungen: - die angewande Jaffe-Methode kann durch Medikamente beeinflußt werden und zu falsch hohen Werten führen - zur Beurteilung der glomerulären Filtrationsrate wird bei Erwachsenen immer die Rechengröße eGFR berechnet und ausgegeben; bei Patienten <18Jahre wird die eGFR-Berechnung nach der Schwartz-Formel empfohlen, Details siehe eGFR
Bewertung: - Eine normale Kreatininkonzentration i.S. schließt eine eingeschränkte Nierenfunktion nicht aus (erst bei einer Einschränkung der glomerulären Filtrationsleistung auf < 50 % ist ein Anstieg der Serumkreatininkonzentration zu erwarten)
- erhöhtes Krea bei: akute/chronische Niereninsuffizienz, Hypertonie, Diabetes mellitus, akuter Muskelzellzerfall, Akromegalie, hohe Proteinzufuhr, hohe Muskelmasse, Medikamentenbedingt