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| Abnahmevorschrift | Präanalytik: - 24 h vor der Blutabnahme sportliche Betätigung meiden, - auf Alkohol und stark fetthaltige Mahlzeiten verzichten, - Blutabnahme unter stressfreien Bedingungen am liegenden Patienten, - Staudruck zur Venenpunktion zwischen dem systolischen und diastolischen Druck, - Stauung nicht länger als 1 Minute, während der Entnahme Stauschlauch öffnen, - großlumige (19 - 21 G) Kanüle, - nicht das erste Blut nach der Venenpunktion, - Mischungsverhältnis 1 Volumenteil Citrat und 9 Volumenteile Venenblut genau einhalten, - Vermischung des Citrates mit dem Blut durch mehrmaliges Schwenken (nicht Schütteln), - keine Blutentnahme aus Kathetern. Stör- und Einflussgrößen der plasmatischen Gerinnung: Keine Analytik in Proben mit Gerinnselbildung. Keine Analytik bei Füllungsabweichung > 10%. Keine Analytik bei ausgeprägter Hämolyse, ausgeprägtem Ikterus sowie starker Lipämie. Keine Analytik unter Heparin- und Cumarintherapie (INR >1,5). Keine Analytik unter direkten Faktor IIa- oder Xa-Inhibitoren. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - wöchentlich |
| Häufigkeit | werktags, normalschichtig |
| Klinische Hinweise | Indikation: Der Test dient der Diagnostik auf das Vorliegen eines Lupusantikoagulanz. Interpretation Ein Lupusantikoagulanz liegt vor, wenn mindestens einer von 2 phospholipid-abhängigen Gerinnungstests ein positives Ergebnis zeigt und durch eine Kontrolluntersuchung im Abstand von 12 Wochen bestätigt wurde. Im Test Venom-Time aktiviert verdünntes Venom Faktor X in Abhängigkeit von Phospholipiden. Ein positives Testergebnis im Sinne eines Lupusantikoagulanz gilt aber nur, wenn Faktorenmangelzustände als Ursache der verlängerten Gerinnungszeit ebenso wie Antikoagulanzien ausgeschlossen werden konnten. Die Abhängigkeit des Testergebnisses von Phospholipiden muss in einem nachfolgenden Test mit hoher Phospholipid-Konzentration (DVVconfirm) bestätigt werden. Vorgehen zur Vermeidung von Missinterpretationen durch Antikoagulanzien: Die Analytik des Laborkriteriums muss die Bestimmung von Thromboplastinzeit (Quick) und aPTT einschließen, um einen Hinweis auf Antikoagulanzien zu bekommen. In Proben mit einer durch unfraktioniertes Heparin bedingten Verlängerung der aPTT ist die Analytik auf ein Lupusantikoagulanz nicht möglich. Unter einer Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten ab einer INR >1,5 erfolgt keine Analytik. Für diese Situationen wird ein Bridging mit niedermolekularem Heparin empfohlen. Unter einer Therapie mit direkten oralen Antikoagulanzien muss mit falsch positiven Ergebnissen gerechnet werden. Bewertung (Erwachsene, Kinder >6 Monate): Ratio <1,2 negativ Ratio ≥1,2 positiv |
| Material | Citrat-Blut |
| Probengefäß | Citrat-Monovette |
| Probenvolumen | 1.5 ml |
| Referenzbereich | negativ |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:20 |