Erythrozyten i.U. UF im Urin (MPt/L)[1]

Abnahmevorschrift voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang):
- tagesgleich
Einheit MPt/L
Häufigkeit werktags, normalschichtig
Klinische Hinweise Das Vorhandensein von Blut im Urin kann eine renale Ursache (z.B. Glomerulonephritis, Pyelonephritis, Harnwegsinfekte) haben oder auf eine Verletzung der Niere oder der Harnwege (postrenale Hämaturie z.B. Nierensteine, Blasentumor) hinweisen. Hinweisend auf eine glomeruläre Ursache ist das Auffinden von Erythrozytenzylindern im Harn. Die morphologische Erscheinung der Erythrozyten im Harn kann bei der Unterscheidung zwischen renaler und postrenaler Hämaturie hilfreich sein.

Ursachen der Hämaturie
-Glomeruläre:
a) Primäre Glomerulonephritiden: IgA Nephropathie, postinfektiöse GN, membranoproliferative GN, progressive GN, fokale Glomerulosklerose
b) Sekundäre Glomerulonephritiden: Systemische Lupus-Nephritis, Vaskulitis, hämolytisch urämisches Syndrom, thrombotisch thrombozytopenische Purpura

-Nicht glomeruläre
a) Renal parenchymatöse: renale Tumoren, vaskuläre (maligne Hypertonie, Sichelzellerkrankung), metabolisch (Hyperkalziurie, Hyperurikämie), Infektionen (Pyelonephritis, Tuberkulose)
b) Extrarenale: Tumoren (Nierenbecken, Ureter, Blase, Prostata), benigne Prostatahyperplasie, Steine, Infektionen (Zystitis, Prostatitis, Schistosomen, Tuberkulose)
c) Verschiedenes: Medikamente (Heparin, Warfarin, Azetylsalizylsäure, Ticlopidin), systemische Blutungsstörungen, Traumen, Fieber
Material Urin
Probengefäß Urin-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich < 23.0
Verfahren Mikroskopie
letzte Änderung 18.03.2026 15:47