nichthyaline Zylinder i.U. UF

Abnahmevorschrift voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang):
- tagesgleich
Einheit MPt/L
Klinische Hinweise 1) Epithel-zylinder: stammen von Epithelien, die das Nephron auskleiden. Diese haften an einer hyalinen Zylindermatrix an. Sie weisen auf eine erhöhte Abstoßung von Tubulusepithelien hin, die z.B. bei akuter Tubulusnekrose, akuter interstitieller Nephritis, Nierentransplantatabstoßung oder der Reparationsphase des akuten Nierenversagens auftritt.

2) Granulierte Zylinder: werden von Gesunden und Nierenkranken ausgeschieden, insbesondere bei Proteinurie. Bei allen Nierenkranken mit Zylinderurie werden auch granulierte Zylinder gefunden. Die Granula dieser Zylinder entstehen durch Degeneration und Lyse von Epithel- und Blutzellen sowie auch Proteinen.

3) Wachszylinder: kommen bei chronisher Niereninsuffizienz und der polyurischen Phase des akuten Nierenversagens vor. Die Oberfläche besteht aus amorphem Material. Wachszylinder sind breit, durchsichtig und von scharfer Kontur.

4) Leukozytenzylinder: Die Matrix dieser Zylinder ist hyaline natur, die Granulozyten und Lymphozyten haften über fibrilläre Fasern an der Oberfläche an. Granulozytenzylinder werden bei entzündlichen Nierenerkrankungen gefunden. Diese können bakterieller Natur sein, wie die Pyelonephritis, oder nicht-bakteriell, wie bei interstitieller Nephritis und Glomerulonephritis.

5) Erythrozytenzylinder: Bei diesen Zylindern sind Erythrozyten nicht nur in die Matrix eingelagert, sondern auch an die hyaline Zylinderoberfläche angeheftet. Erythrozytenzylinder sind der sichere Hinweis auf eine renoparenchymatöse Erkrankung und weisen gewöhnlich auf eine Glomerulopathie hin. Bei nur etwa 40% der Glumerulonephritiden werden Erythrozytenzylinder nachgewiesen.
Material Urin
Probengefäß Urin-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich < 1
letzte Änderung 18.03.2026 16:02