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| Abnahmevorschrift | Es wird die Einsendung von >10 ml Morgen- und Mittelstrahlurin, möglichst innerhalb von 30 min nach Miktion, empfohlen. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich |
| Einheit | pro Feld |
| Häufigkeit | Notfallparameter, ganztägig |
| Klinische Hinweise | Das Vorhandensein von Blut im Urin kann eine renale Ursache (z.B. Glomerulonephritis, Pyelonephritis, Harnwegsinfekte) haben oder auf eine Verletzung der Niere oder der Harnwege (postrenale Hämaturie z.B. Nierensteine, Blasentumor) hinweisen. Hinweisend auf eine glomeruläre Ursache ist das Auffinden von Erythrozytenzylindern im Harn. Die morphologische Erscheinung der Erythrozyten im Harn kann bei der Unterscheidung zwischen renaler und postrenaler Hämaturie hilfreich sein. Ursachen der Hämaturie -Glomeruläre: a) Primäre Glomerulonephritiden: IgA Nephropathie, postinfektiöse GN, membranoproliferative GN, progressive GN, fokale Glomerulosklerose b) Sekundäre Glomerulonephritiden: Systemische Lupus-Nephritis, Vaskulitis, hämolytisch urämisches Syndrom, thrombotisch thrombozytopenische Purpura -Nicht glomeruläre a) Renal parenchymatöse: renale Tumoren, vaskuläre (maligne Hypertonie, Sichelzellerkrankung), metabolisch (Hyperkalziurie, Hyperurikämie), Infektionen (Pyelonephritis, Tuberkulose) b) Extrarenale: Tumoren (Nierenbecken, Ureter, Blase, Prostata), benigne Prostatahyperplasie, Steine, Infektionen (Zystitis, Prostatitis, Schistosomen, Tuberkulose) c) Verschiedenes: Medikamente (Heparin, Warfarin, Azetylsalizylsäure, Ticlopidin), systemische Blutungsstörungen, Traumen, Fieber |
| Material | Urin |
| Probengefäß | Urin-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | < 5 |
| Verfahren | Mikroskopie bzw. Urin-Durchflußzytometrie |
| letzte Änderung | 18.03.2026 15:40 |