Letzte Änderung: 01.10.2015 (Ko) / Ergänzung 03.05.21 neum. / 13.09.21 poi
Abnahme und Transportbedingungen: Der lösliche Transferrinrezeptor ist Bestandteil der Anämiediagnostik: Beurteilung des Eisenstoffwechsels nach Thomas et al. 2005, siehe Laborinformation 11/2015
Probenstabilität: 3 Tage bei 15-25°C, 7 Tage bei 2-8°C, 4 Wochen bei -15 bis -25°C, bei einmaligem Einfrieren
voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit
mg/L
Häufigkeit
werktags, normalschichtig
Klinische Hinweise
Indikation: - Differentialdiagnose von Anämien, insbesondere Abgrenzung der Eisenmangelanämie von einer Anämie infolge einer chronischen Grunderkrankung (ACD); - Erkennung eines subklinischen Eisenmangels; - Kontrolle der Erythropoetin (EPO)-Therapie
Interpretation: Befundausgabe als Grafik nach Thomas L, 2005, siehe Ferritin-Index
Hinweise zur Interpretation: - erhöht bei: Eisenmangel, hämolytischer Anämie, Thalassämie, Polycythaemia rubra vera, hereditärer Spherozytose, Sichelzellanämie, megaloblastischer Anämie, Myelodysplasie und Vitamin B12-Mangel - erhöhte lösliche Transferrinrezeptor-Konzentrationen können im Falle eines funktionellen Eisenmangels auch während der Schwangerschaft auftreten. - Eine genaue Einschätzung des Eisenstatus erhält man durch die Berechnung des Ferritin-Indexes ( = löslicher Transferrinrezeptor / log Ferritin). Verschiedene Zustände des Eisenstoffwechsels können durch den Ferritin-Index, das Retikulozyten-Hämoglobin und den CRP-Wert definiert werden.
- Beachte ThomasBlott: -- Anpassung der Cutoffs für den Ferritin-Index (lTfR/lg(Ferritin)) aufgrund einer neuen Generation des lTfR-Assays mit einer leicht niedrigeren Wertelage -- Cutoff-Werte für Ferritin-Index angepasst (CRP>5mg/l: von 2,0 auf 1,8; CRP<5mg/l: von 3,2 auf 2,8)