Präanalytik: - Bestimmung im Serum, - Hämolyse führt zu falsch erhöhten Werten (siehe H-Index, I-Index und L-Index im iXCAT) - Vigabatrin führ infolge Enzymhemmung zu falsch niedrigen Werte (siehe Hinweise) - therapeutischen Konzenztrationen von Isoniazid und Cyanokit (Hydroxocobalamin) können zu falsch niedrigen Analysenergebnissen, Furosemid kann zu falsch hohen Werten führen. - Sulfasalzin und Sulfapyridin können bei signifikanten Konzentrationen zu falsch niedrigen Werten bei der ASAT-Bestimmung führen (Hintergrund: Störung durch Interferenzen bei der Meßwellenlänge des NAD(H)-Reaktionsprinzips)
voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit
µmol/(s*L)
Häufigkeit
Notfallparameter, ganztägig
Klinische Hinweise
Indikation: - erhöht bei Hepatitiden, Zirrhose, Lebertumoren und -metastasen, Ikterus, Myokardinfarkt, Lungenembolie, Myopathien
Bemerkung: - ASAT = GOT (ältere Name) - optimierte IFCC Methode mit Zusatz des Coenzyms Pyridoxalphosphat
Hinweise: - im Hepatozyten: -- ca. 20% ASAT im Zytoplasma -- ca 80% ASAT mitochondrial gebunden - weiteres Vorkommen Herz- und Skelettmuskulatur
Beurteilung Leberschädigung: - leichte Leberschäden: Anstieg der membrangebundenen GGT - schwerere Leberschäden: Anstieg der zytoplasmatischen ALAT und ASAT - schwere Leberschäden: Anstieg der mitochondrialen GLDH und ASAT
beachte bei Gabe von Vigabatrin: Vigabatrin als GABA-Transaminasehemmer hemmt Transaminasen auch in vitro, die Störung der Bestimmung der Enzymaktivität vor allem der ALAT (Verringerung der Serumaktivität um 30 bis 100%), in geringem Ausmaß auch die ASAT-Bestimmung (Lit.: EMEA-Hinweis www)