Glutamatdehydrogenase im Plasma (Li-Heparin) (µmol/(s*L))

Abnahmevorschrift Letzte Aktualisierung: 21.01.2016 (neum.)
- Bestimmung im Serum, keine Besonderheiten
- Störungen/Einfluss von Hämolyse, Lipämie, Ikterus siehe: H-Index, I-Index und L-Index im iXCAT
- Einflüsse von Medikamentenspiegel: Sulfasalzin und Sulfapyridin können bei signifikanten Konzentrationen zu falsch niedrigen Werten bei der GLDH-Bestimmung führen (Hintergrund: Störung durch Interferenzen bei der Meßwellenlänge des NAD(H)-Reaktionsprinzips)

voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit µmol/(s*L)
Häufigkeit täglich, normalschichtig
Klinische Hinweise Indikation:
-Lebererkrankungen,
-Abschätzung des Schweregrades der Leberzellschädigung
(GLDH ausschließlich intramitochondrial lokalisiert, vorwiegend in den azinuszentralen Leberzellen)

Bewertung:
- stark erhöht: schwerer Leberparenchym-Schaden / toxische Substanzen (Halothan, Pilzgifte); Leberkarzinom / multiple Lebermetastasen; nekrotisierende Hepatitis; akute Leberstauung
- gering erhöht: Leberzirrhose (Werte passager auch höher, stark schwankend); akute Virushepatitis, Fettleber

Hinweis:
- GLDH dient in der Leber der primären Ammoniakelimination des Organismus
- GLDH in anderen Organen außer der Leber ist vernachläßigbar

Halbwertszeit:
- ca. 18 Stunden

Umrechnungsfaktor:
µmol/s*l * 60 = U/l


Ansprechpartner:
Labormodul Klinische Chemie, Tel.: 2284, 2728
LOINC 2367-1
Material Plasma (Li-Heparin)
Probengefäß Lithium-Heparinat-Monovette
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich
Geschlechtextrem erhöhtReferenzbereich
unbekannt1.000n.def.
männlich1.000< 0,120
weiblich1.000< 0.080
Verfahren Enzymatisch / UV-Test
letzte Änderung 18.03.2026 15:03