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| Abnahmevorschrift | Es wird die Einsendung von >10 ml Morgen- und Mittelstrahlurin, möglichst innerhalb von 30 min nach Miktion, empfohlen. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich |
| Einheit | pro Feld |
| Häufigkeit | Notfallparameter, ganztägig |
| Klinische Hinweise | Leukozyturie ist ein Symptom entzündlicher Erkrankungen der ableitenden Harnwege und der Nieren, z. B. bei bakteriellen Infektionen (Cystitis, Urethritis, akute und chronische Pyelonephritis), bei Urogenitaltuberkulose, bei abakteriellen Infektionen (z.B. durch Pilze oder Viren), bei parasitären Erkrankungen, Glomerulopathien, und interstitiellen Nephropathien. Insbesondere: -Granulozyturie: Die häufigsten im Urin nachweisbaren Leukozyten sind polymorphkernige Granulozyten. Sie werden überwiegend bei Infektionen des Urogenitaltrakts nachgewiesen, aber auch bei interstitieller Nephritis, Glomerulonephritis und der aseptischen Zystitis. -Lymphozyturie: Sie ist ein Zeichen chronisch-inflammatorischer Geschehen im Urogenitaltrakt, tritt bei Virusinfektionen sowie bei Abstoßung einer transplantierten Niere auf. -Monozyturie: Vorkommen bei Harnwegsinfektionen -Eosinophile Granulozyten: Sie können das Zeichen einer akuten interstitiellen Nephritis sein, kommen aber auch bei anderen renalen Erkrankungen vor. Bemerkung: Bei manifestem Infekt sind die Leukozyten oft in Haufen (Leukozyten-Haufen) verklumpt. Werden auch Leukozytenzylinder im Sediment gefunden, ist dies ein Hinweis daß die Entzündung in den Nieren lokalisiert ist. |
| Material | Urin |
| Probengefäß | Urin-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | < 10 |
| Verfahren | Mikroskopie bzw. Urin-Durchflußzytometrie |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:33 |