voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich
Einheit
pro µL
Häufigkeit
Notfallparameter, ganztägig
Klinische Hinweise
Leukozyturie ist ein Symptom entzündlicher Erkrankungen der ableitenden Harnwege und der Nieren, z. B. bei bakteriellen Infektionen (Cystitis, Urethritis, akute und chronische Pyelonephritis), bei Urogenitaltuberkulose, bei abakteriellen Infektionen (z.B. durch Pilze oder Viren), bei parasitären Erkrankungen, Glomerulopathien, und interstitiellen Nephropathien. Im Streifentest wird die Esteraseaktivität von neutrophilen Granulozyten nachgewiesen. Die Teststreifenreaktion erfasst nicht nur intakte, sondern auch lysierte Zellen, die mikroskopisch nicht nachgewiesen werden können. Ein positives Ergebnis sollte durch nachfolgende Untersuchungen wie Harnsediment und Harnkultur bestätigt werden.
Bemerkungen: Die Nachweisgrenze liegt bei 25 Zellen/µl.
Falsch-negative Befunde: - Proteinwerte über 5 g/l - Cephalexin, Gentamicin - Borsäure (Urinstabilisator für mikrobiologische Untersuchungen)
Falsch-positive Ergebnisse: - Verunreinigungen mit Vaginalsekret - stark gefärbte Proben - Formaldehyd (Konservierungsmittel)