Es wird die Einsendung von >10 ml Morgen- und Mittelstrahlurin, möglichst innerhalb von 30 min nach Miktion, empfohlen. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich
Häufigkeit
Notfallparameter, ganztägig
Klinische Hinweise
Kristalle sind primär ohne sicheren diagnostischen Wert, ihre Anzahl kann aber Auskunft geben über die Harnkonzentration. Besonders häufig: -Das farblose Tripelphosphat tritt in alkalischem Harn auf -Das briefumschlagförmige Calciumoxalat, welches in saurem Harn gefunden wird (ernährungsbedingt). -Die oft in verschiedenen Formen (Rhomben, Plättchen, Rosetten) kristallisierende Harnsäure. Seltener erhält man auch Hinweise auf eine Erkrankung: -Harnsäurekristalle bei Gicht und Steinleiden. -Die plättchenförmigen regelmäßig gezähnten transparenten Cholesterinkristalle weisen auf schwere Harnwegsinfekte, Nierenentzündungen und -verletzungen hin, sind jedoch nur selten im Sediment vorzufinden. -Tyrosinkristalle sind ein Produkt des Eiweissabbaus und können bei Patienten mit Gewebsuntergang oder Nekrose gefunden werden -Leucin-Kristalle erscheinen im Urin unter ähnlichen Bedingungen wie die Tyrosin-Kristalle. -Cystin-Kristalle werden bei Patienten mit angeborenen Stoffwechselstörungen beobachtet, bei denen der renale Transport verschiedener Aminosäuren wie Cystin gestört ist.