Insulin i.P.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung: 31.05.2018 (Men)

Abnahme-/Transportbedingungen:
- Bestimmung erfolgt im EDTA-Plasma, Blutentnahme nach einer 12-stündigen Nahrungskarenz
- Erfolgt der Test nicht sofort, können Plasmaproben bis zur Analyse 2 Tage bei 2-8°C oder für längere Lagerung bei -20°C aufbewahrt werden [1].

Einflussgrößen:
- Hämolyse stört die Bestimmung, da durch Freisetzung saurer Proteasen das Insulin abgebaut wird, so dass diese Proben nicht untersucht werden sollten [3].
- Proben von Patienten, die aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen Präparate mit monoklonalen Maus-Antikörpern erhalten haben, können humane anti-Maus-Antikörper (HAMA) enthalten. In solchen Proben können bei Untersuchungen mit Testkits, bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden, implausible Werte erhalten werden [2].
- Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [2,3].

Störgrößen:
- der Test wird beeinflusst durch Hämolyse (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT)

Einheit nmol/L
Klinische Hinweise Indikation:
-    Differenzialdiagnostik der Hypoglykämie (Abklärung Insulinom)
-    V. a. Hypoglycaemia factitia
-    Diagnostik der Insulinresistenz und β-Zellfunktion mittels HOMA-Index , z. B. bei Verdacht auf PCO-Syndrom
-    Diabetes mellitus
-    Bestimmung der Insulinsensitivität bei hyperinsulinämer Clamp-Technik
Interpretation:

Eine pathologisch veränderte β-Zellfunktion kann mit folgenden Zuständen und Symptomen verknüpft sein:
-    Hyperinsulinämie und Hypoglykämie
-    Hyperinsulinämie bei Normoglykämie (Insulinresistenz) bzw. Typ 2-Diabetiker haben meist eine kompensatorische Hyperinsulinämie mit Hyperglykämie
-    Hyperinsulinämie bei verminderter Glukosetoleranz (Prädiabetes)
-    Hypoinsulinämie bei Hyperglykämie (manifester Diabetes)
Insulin, C-Peptid und Proinsulin sind nur in Verbindung mit den gleichzeitig abgenommenen Blutzuckerwerten beurteilbar. Biologisch verhalten sie sich gleichsinnig. Da C-Peptid und Proinsulin eine längere Halbwertszeit im Blut haben, sind sie besser zur Beurteilung der β-Zell-Funktion geeignet.
Erhöht bei:
-    Insulinom
-    Hypoglycaemia factitia
-    Insulinresistenz
-    Einnahme oraler Kontrazeptiva
-    Cushing-Syndrom, Akromegalie oder Hyperthyreose
Erniedrigt bei:
-    Typ 1-Diabetes
weitere Untersuchungen: Blutzucker, C-Peptid, Proinsulin, HOMA-Index, HbA1c, oGTT,
V.a. Insulinom: Hungerversuch, C-Peptid-Suppressionstest, Tolbutamid-Test und Glukagon-Test    
Material Fluorid-EDTA
Probengefäß Fluorid EDTA Monovette
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich extrem erniedrigt: 0.00
extrem erhöht: 0.30
0,02 - 0,12
letzte Änderung 18.03.2026 16:56