Kupfer i.S.

Abnahmevorschrift letzte Änderung: 05.12.2017 (Pei)

Präanalytik:
Bei der Blutentnahme ist eine zu lange Stauung zu vermeiden, da erhöhte Kupferkonzentrationen hierdurch auftreten können. Letzteres ist durch das eiweißgebundene Vorliegen des Elementes im Blut begründet.

Störgrößen: ggf. falsch-hohe Kupferkonzentrationen durch Stauung bei der Blutabnahme

Einheit µmol/L
Häufigkeit wöchentlich
Klinische Hinweise Indikation:
- Verdacht auf Kupfermangel bei langfristiger totaler parentaler Ernährung und Sondenernährung
- Verdacht auf Morbus Wilson
- Verdacht auf Menkes-Syndrom
- Verdacht auf Kupfermangel bei unklarer Eisen-refraktärer Anämie mit Neutropenie

Hinweise zur Interpretation:
- bei Morbus Wilson und Menkes-Syndrom im Serum erniedrigt durch erniedrigte Coeruloplasmin-Spiegel (Cu-Ausscheidung im Urin bei M. Wilson erhöht)
- erhöhte Werte im letzten Drittel der Schwangerschaft, Östrogentherapie, bei Anwendung oraler Kontrazeptiva
- erhöhte Werte bei Infektionen und inflammatorischen Prozessen, akuter Leukämie, aplastischen Anämien und Thyreotoxikose
- erniedrigt bei nephrotischem Syndrom
- tendenziell erniedrigt bei erhöhten Kortikosteroidkonzentrationen

- Die zirkadiane Rhythmik mit morgendlichem Maximum ist ggf. in die Interpretation einzubeziehen.

- Kupferspiegel immer im Zusammenhang mit dem Cu-Transportprotein Coeruloplasmin betrachten!
Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Referenzbereich
GeschlechtAlterextrem erniedrigtextrem erhöhtReferenzbereich
≤ 1W1.012.02,7 - 7,7
männlich≤ 6M6.015.07,7 - 10,8
weiblich≤ 6M6.315.08,3 - 11,2
≤ 16J8.627.010,3 - 21,4
unbekannt8.827.0n.def.
männlich8.827.011,0 - 22,0
weiblich8.827.013,5 - 23,5
Verfahren AAS Flammentechnik
letzte Änderung 18.03.2026 16:07