Anteil fetaler Erythrozyten

Abnahmevorschrift Untersuchungsmaterial: mütterliches EDTA-Vollblut

CAVE: Keine Materialannahme an Freitagen und Vorfeiertagen nach 11:00 Uhr sowie Brückentagen und Feiertagen generell.

voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang):
- 1-2 Werktagen
Einheit %
Häufigkeit Materialannahme nur bis Freitag 11.00 Uhr
Klinische Hinweise Bei dem Verdacht auf eine fetomaternale Makrotransfusion (FMH > 30ml) sollte die Bestimmung von fetalen Erythrozyten im mütterlichen Blut erfolgen. Dies ist gegeben bei Verdacht auf Neugeborenenanämie, Hydrops fetalis und intrauterinen Fruchttod und kann u.a. für eine Anpassung der Anti-Rh(D)-Immunprophylaxe herangezogen werden. Weitere Indikationen sind der Nachweis fetaler Erythrozyten bei Vaginalblutungen in der Schwangerschaft, Trauma, fetale Erythrozyten in Amnionflüssigkeit nach Amniozentese, Bestätigungstest bei Nabelschnurpunktion.
Orientierend gilt, dass 1 % fetale Erythrozyten im mütterlichen Blut einer fetomaternalen Transfusion (FMH) von 22 ml kindlichem Blut entsprechen. Geringfügigen Einfluß hat die Schwangerschaftswoche, da ab der 38. SSW im Föten die Bildung adulter Erythrozyten einsetzt. Die untere Nachweisgrenze der Methode mit dem FCC-Kit liegt aktuell bei 0,014 %.
Die vereinfachte Berechnung der fetomaternalen Transfusion kann wie folgt erfolgen: FMH = Prozent fetale Erythrozyten x 18 x 1,22
Orientierend gilt, eine FMH von weniger als 0,5 ml wird in 96 % aller Schwangerschaften erwartet, weniger als 15 ml FMH wird in 99 % aller Schwangerschaften gefunden und eine fetomaternale Makrotransfusion von mehr als 30 ml wird in ca. 1 von 333 Schwangerschaften erwartet.
Fetale Erythrozyten sind im mütterlichen Blut mehrere Wochen (> 60 Tage) nachweisbar. Nur bei einer suffizienten Anti-D Prophylaxe ist von einer stark verkürzten Halbwertszeit (ca. 24 Std.) auszugehen.
Material EDTA-Blut
Probengefäß EDTA-Monovette
Probenvolumen 2.7 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Verfahren Flowzytometrie
letzte Änderung 18.03.2026 14:47