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| Abnahmevorschrift | Es wird die Einsendung von >10 ml Morgen- und Mittelstrahlurin, möglichst innerhalb von 30 min nach Miktion, empfohlen. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich |
| Häufigkeit | Notfallparameter, ganztägig |
| Klinische Hinweise | Die Morphologie der roten Blutzellen ist wichtig zur differentialdiagnostischen Abklärung einer isolierten Hämaturie. Als Folge von Glomerulonephritiden treten im Harn dysmorphe Erythrozyten auf. Typisch glomerulär-dysmorphe Erythrozyten sind Akanthozyten und Ringformen. Seltener sind destruierte Formen.Abhängig von dem Anteil dysmorpher Erythrozyten, soll die diagnostische Sensitivität und Spezifität über 90% bei Glomerulonephritis sein. Ein Anteil von über 5% von Akanthozyten (oder über 20% von insgesamt dysmorphen Erythrozyten) ist indikativ für die renale Blutung. Ist die Ursache der Blutung extrarenaler Genese und ist der Urin isoosmolar zum Blut, sind die Erythrozyten im Urin von gleicher Größe und Form wie die in den Blutgefäßen. In hypoosmolarem Urin (Wasserdiurese, Diuresetherapie und Diabetes insipidus) findet zudem eine vermehrte Lyse der Zellen statt, die zur Entstehung von Erythrozytenghosts (Erythrozytenschatten) führt. |
| Material | Urin |
| Probengefäß | Urin-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | keine vorhanden |
| Verfahren | Mikroskopie bzw. Urin-Durchflußzytometrie |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:45 |