Abnahme-/Transportbedingungen: - Spontanurin (nicht Ansäuern) - 12h vor und während des Sammelns möglichst vermeiden: Rauchen, Alkohol, Koffein, Amin-reiche Lebensmittel (Bananen, Fruchtsäfte, Nüsse, Tomaten, Kartoffeln, Bohnen, Hartkäse, Rotwein) - Transport: 10 mL Probenmaterial (Urinmonovette) umgehend ins Labor; bei Versand: Transport bei wenigstens -18°C
Störgrößen: - Eine Ansäuerung des Probenmaterials führt ggf. zu falsch-hohen Analysenergebnissen.
voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - 1 Woche
Einheit
nmol/mmol K
Häufigkeit
wöchentlich
Klinische Hinweise
Indikation: - Abklärung Hypertonie und anderer Anzeichen einer erhöhten Katecholamin-ausschüttung [1,2] - Verdacht auf /Ausschluss eines Katecholamin-produzierenden Tumors (Phäochromozytom/Paragangliom, Neuroblastom) [1,2] - Abklärung Inzidentalome, u.a. der Nebenniere [1,2] - familiäre Disposition (Vorliegen eines hereditären Syndroms oder von Mutationen entsprechender Tumorsuszeptibilitätsgenen) [1,2] - Post-operative Kontrolle bei prä-operativ erhöhten Werten
Hinweise zur Interpretation: - Erhöhungen lassen auf das Vorhandensein eines Katecholamin-produzierenden Tumors schließen [3,4], bei Erhöhungen auf das mehr als dreifache der Norm sind falsch positive Testergebnisse unwahrscheinlich - die Bestimmung der Metanephrine im Plasma bietet ggf. eine bessere diagnostische Leistung (Sensitivität 89-100%, Spezifität 79-97%) [2,5]
fachliche Ansprechpartner: - Labor Klinische Massenspektrometrie (12449), Dr. M. Peitzsch (14578)