Abnahme-/Transportbedingungen: - Serum-Monovette - Lagerung bei Raumtemperatur bis 8h, bis 2 Tage bei 2-8 °C, darüber hinaus Probe bei -20 °C einfrieren. Eingefrorene Proben müssen nach dem Auftauen und vor dem Testen gut durchgemischt werden.
Einflussgrößen: Keine gesonderten Hinweise.
Störgrößen: Herstellerangabe: Lipämische, hämolytische oder mikrobiell kontaminierte Proben können fehlerhafte Ergebnisse liefern und sollten nicht verwendet werden.
Einheit
U/mL
Klinische Hinweise
Indikationen: - Diagnostik des Sjögren-Syndroms (SjS)/ Abklärung Sicca-Symptomatik - Diagnostik des systemischen Lupus erythematodes (SLE) - Diagnostik des subakut kutanen Lupus erythematodes (SCLE) - Verdacht auf neonatalen Lupus erythematodes (NLE) - Prognose systemischer Autoimmunerkrankungen - Abklärung positiver ANA
Hinweise zur Interpretation: - Es erfolgt die Bestimmung von Autoantikörpern (IgG) gegen humanes rekombinantes Ro/SS-A (60kDa & 52kDa) mittels Fluoreszenzenzymimmunoassay (FIA) EliA Ro der Firma ThermoFisher. - Ro/SS-A-AAk (v.a. gegen 60 kDa Protein Ro60) werden bei bis zu 96% der Patienten mit SjS nachgewiesen und sind ein Klassifikationskriterium dieser Erkrankung. - Ro/SS-A-AAk (v.a. gegen 60 kDa Protein Ro60) treten bei 25 - 60% der Patienten mit SLE auf (meist in Kombination mit weiteren AAk). - Das Vorliegen von Ro/SS-A-AAk kann dem Eintreten erster Symptome eines SLE oder SjS vorausgehen. - Ro/SS-A-AAk (v.a. gegen 52 kDa Protein Ro52/TRIM21) können auch vorkommen bei Patienten mit subakut kutanem Lupus erythematodes, autoimmunen Myositiden, rheumatoidier Arthritis, primär biliärer Cholangitis, Autoimmunhepatitis, systemischer Sklerose und Overlap-Syndromen verschiedener Autoimmunerkrankungen. - Das Auftreten von AAk gegen die Subentität Ro52/Trim21 neben den krankheitsspezifischen AAk bei o.g. Autoimmunerkrankungen ist mit einem höheren Risiko der Entwicklung einer interstitiellen Lungenerkrankung bzw. progressiverem Krankheitsverlauf der Grunderkrankung assoziiert. - Ro/SS-A-AAk sind plazentagängig und können bei Feten / Neugeborenen zum NLE und zum kongenitalen Herzblock führen. Das gleichzeitige Vorliegen von AAk gegen Ro60, Ro52/TRIM21 und La/SS-B sowie hohe Titer sind mit einem höheren Risiko verbunden.