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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 15.12.2020 (Cho) Präanalytik: siehe Parameter Cortisol i. Serum (Nummer 13266), ACTH i. Plasma (Nummer 13261) |
| Klinische Hinweise | Klinische Indikation 1. Prüfung der corticotropen Hypophysenfunktion 2. DD des ACTH abhängigen Hypercortisolismus 3. Postoperatives Follow Up z. B Operation von Hypophysentumoren Testprinzip Die bolusartige Injektion von CRH bewirkt eine Stimulation der hypophysären ACTH - Freisetzung. ACTH stimuliert die Freisetzung von Cortisol aus der Nebennierenrinde. Der CRH-Test ist teuer und gelegentlich schwierig zu interpretieren und es erlaubt in ca. 15% der Fälle keine korrekte Zuordnung des ACTH-abhängigen Hypercortisolismus. Testdurchführung 1. Venöser Zugang und 30 min Abwarten, dann Abnahme des 0-Wertes nach 30 min. 2. Bolusinjektion von 100µg humanem CRH, Dosis bei Kindern 1µg/Kg Körpergewicht 3. Blutentnahmen für Cortisol und ACTH (15, 30,45, 60, 90, 120 min) Interpretation 1. Im Rahmen der Beurteilung der corticotropen Hypophysenfunktion ist der CRH-Test im Vergleich zu dem Insulinhypoglykämie-Test als nachrangig einzustufen. Die Beurteilungskriterien variieren in der Literatur. Ein Cortisolanstieg >200nmol/l und ein ACTH- Anstieg um mindestens 50%, schließt eine Insuffizienz der corticotropen Hypophysenfunktion aus. 2. Im Rahmen der Beurteilung eines Hypercortisolismus weist ein ACTH- Anstieg um mindestens 35% und ein Cortisol-Anstieg um 14% im Vergleich zum Basalwert, auf ein zentrales Cushing-Syndrom (ACTH-produzierendes Hypophysenadenom) hin. Bei ektopem ACTH- Syndrom und adrenalem Cushing Syndrom sind ACTH und Cortisol mit dem CRH-Test nicht stimulierbar. |
| Material | - |
| Probengefäß | - |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:45 |