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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung 15.09.2022 (Röber) Abnahme-/Transportbedingungen: -Serum-Monovette Probenlagerung bei 2-8 °C bis zu 14 Tage, längere Lagerung eingefroren bei -20°C. Einflussgrößen: Keine gesonderten Hinweise. Störgrößen: Das Analysenergebnis wird durch hämolytische, lipämische und ikterische Proben nicht beeinflusst. Durch das Vorliegen von antinukleären Antikörpern (ANA) kann die charakteristische Fluoreszenz gelegentlich überlagert sein. Eine Auswertung ist dann nicht möglich. |
| Einheit | Titer |
| Klinische Hinweise | Indikationen: - Vaskulitisdiagnostik, insb. Vaskulitiden kleiner und mittelgroßer Gefäße - Differentialdiagnostik von Glomerulonephritiden und alveolären Hämorrhagien - Diagnostik / Differentialdiagnostik chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen - Diagnostik / Differentialdiagnostik autoimmuner Lebererkrankungen Hinweise zur Interpretation: Es erfolgt die Bestimmung von anti-Neutrophilen cytoplasmatischen Antikörpern mittels indirekter Immunfluoreszenz (IIF) an ethanolfixierten und formalinfixierten Granulozyten der Firma EUROIMMUN. cANCA -granuläres zytoplasmatisches Muster auf ethanolfixierten Granulozyten bei Vorliegen eines granulären zytoplasmatischen Musters auf formalinfixierten Granulozyten. -Hauptantigen der cANCA ist die Proteinase-3 (PR3). -Autoantikörper gegen PR3 treten vor allem bei der Granulomatose mit Polyangiitis (ehem. Wegener-Granulomatose) auf, sind aber auch bei Colitis ulcerosa oder primär sklerosierender Cholangitis möglich. -In Ausnahmefällen können auch Antikörper gegen Myeloperoxidase oder gegen Bactericidal Permeability Increasing Protein (BPI) zu einem cANCA-Muster führen. Antikörper gegen BPI treten bei verschiedenen (v.a. gastrointestinalen) Krankheitsbildern auf. pANCA -perinukleäres Muster auf ethanolfixierten Granulozyten bei Vorliegen eines granulären zytoplasmatischen Musters auf formalinfixierten Granulozyten. -Hauptantigen der pANCA ist die Myeloperoxidase (MPO). -Autoantikörper gegen MPO treten bei der Mikroskopischen Polyangiitis, bei der rapid-progressiven Glomerulonephritis (RPGN), bei der eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA, ehem. Churg-Strauss-Syndrom) sowie der Panarteriitis nodosa auf. -Weitere Zielantigene der pANCA können granulozytenspezifische Elastase, Laktoferrin, Lysozym, Kathepsin G, beta-Glucuronidase, Azurocidin, hLAMP-2, Alpha-Enolase, Defensin und weitere z. T. noch nicht identifizierte Antigene sein. Antikörper gegen diese Antigene führen aber i.d.R. zu atypischen Fluoreszenzmustern (xANCA). xANCA (Synonym aANCA) -Atypische oder perinukleäre Muster auf ethanolfixierten Granulozyten bei fehlender oder deutlich schwächerer Fluoreszenz auf formalinfixierten Granulozyten. -Hinweis auf das Vorliegen von Autoantikörpern gegen Elastase, Laktoferrin, Lysozym, Kathepsin G, beta-Glucuronidase, BPI, CHI3L1 oder weitere z. T. noch nicht identifizierte Antigene. -xANCA treten vor allem bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (v.a. bei Colitis ulcerosa, seltener bei Mb. Crohn), autoimmunen Lebererkrankungen (v.a. bei primär sklerosierender Cholangitis, seltener bei Autoimmunhepatitis und primär biliärere Cholangitis) sowie gelegentlich bei system. Autoimmunerkrankungen (z.B. bei SLE, rheumatoider Arthritis) auf. Antikörper gegen Elastase können auf Kokainkonsum hinweisen. Als Titer wird diejenige Verdünnungsstufe der untersuchten Patientenprobe angegeben, bei der eine spezifische Fluoreszenz gerade noch erkennbar ist. negativ: keine charakteristische Fluoreszenz bei einer Serumverdünnung von 1:10 schwach positiv*: ab Titer 1:10 bis <1:80 positiv*: ab Titer 1:80 bis <1:320 stark positiv*: ab Titer 1:320 * laborinterne Festlegung |
| Material | Serum Immunologie |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | extrem erhöht: 319 Kommentar: Referenzbereich: keine charakteristische Fluoreszenz |
| Verfahren | IFT |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:05 |