Ammoniak i.P.

Abnahmevorschrift Letzte Aktualisierung: 05.03.2017 (neum)
Präanalytik:
- Achtung: veränderte Präanalytik (Monovettenumstellung) ab Montag 06.03.17: Blutabnahme 2,7ml-EDTA-Monovette statt bisher Li-Hep.-Monovette (siehe Laborinformation 03/2017 vom 02.03.17)
- sofortiger gekühlter Transport ins Labor;
(Beachte: Kühlakkus mit Gel verwenden , sodass Monovette voll umschlossen ist; keine harten festen Akkus verwenden; Kühlakkus immer bei 4grd.C Kühlschrank lagern, nie aus Frost nehmen <0grd.C - Hämolysegefahr der Probe!)
- Plasma max. 3 Std. im verschlossenen Gefäß stabil; bei längeren Transportwegen sofort Plasma gewinnen und tiefgefroren versenden
- erhöhte gGT-Konzentrationen können trotz Kühlung zu falsch erhöhten Meßwerten führen, sofortiger Transport und sofortige Messung notwendig

voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit µmol/L
Häufigkeit Notfallparameter, ganztägig
Klinische Hinweise Indikation:
- Hyperammonämie,
- Leberausfall- und Leberzerfallskoma,
- portokavaler Shunt,
- Schock, Ammoniak-Intoxikation;
- erhöhter bakterieller Eiweißabbau,
- Pankreasinsuffizienz;
- genetische Enzymdefekte des Hff-Zyklus

Hinweise:
- Einhaltung der Präanalytik absolut erforderlich
- Die Ammoniak-Konzentration kann sich in vitro durch den Abbau stickstoffhaltiger Plasmabestandteile erhöhen; eine bekannte Quelle spontaner Ammoniak-Bildung ist eine erhöhte gGT-Aktivität, die zur Spaltung von Serum-Glutamin führt. Eine Asparaginase-Therapie im Rahmen der ALL führt ebenfalls zu hohen Ammoniak-Werten.

Umrechnungsfaktor:
µmol/l * 1,703 = µg/dl

Ansprechpartner:
Labormodul Klinische Chemie, Tel.: 2284, 2728





LOINC 16362-6
Material EDTA-Blut
Probengefäß EDTA-Monovette
Probenvolumen 2.7 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich
GeschlechtAlterextrem erhöhtReferenzbereich
≤ 1T180.0< 144,0
1T - 6T180.0< 134,0
6T - 18J100.0< 48,0
unbekannt125.0n.def.
männlich125.0< 55,0
weiblich125.0< 48,0
Verfahren Enzymatisch
bevorzugte Probenart EDTA&20
letzte Änderung 18.03.2026 14:46