Molybdän i.P.*

Abnahmevorschrift letzte Änderung: 03.07.2017 (Pei)

Präanalytik:
Blutabnahme mit 5 mL Vorlauf oder OHNE Edelstahlkanüle in Lithium-Heparin-Monovette
- Beispiele für entsprechende Abnahmegefäße

Sarstedt S-Monovette Metallanalytik 7,5mL (01.1604.400; SAP-Nr. UKD 200019)
Sarstedt Spezialkanüle 21G für Metallanalytik (85.1162.600; SAP-Nr. UKD 200020)
(aus:https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/ikl/dokumente/va-alg-q-0409v2_primaerprobenhandbuch.pdf)

Störgrößen: Hämolyse
Einheit µg/L
Klinische Hinweise Indikation:
- Verdacht auf Molybdänmangel bei Malabsorption, nach Darmresektion u./.o. langfristiger parenteraler Ernährung)
- Verdacht auf Intoxikation mit Molybdän
- Einschätzung des Metallabriebs bei Knie- und Hüftgelenkimplantaten

Hinweise zur Interpretation:
- Chronische Erhöhungen können ursächlich für Diarrhoen mit Gewichtsverlust sowie für Gicht sein
- In Abhängigkeit vom Funktionszustand der Hepatozyten finden sich in der Initialphase der akuten Virushepatitis, bei Leberzirrhose, Alkohol- und Medikamenten-induziertem Leberschaden, Lebermetastasen, Gallengang-Verschluss und Pankreaskopfkarzinom oft erhöhte Molybdän-Werte im Blut, die entweder auf einer mangelhaften Aufnahme des im Blut zirkulierenden Molybdäns durch die Leber oder auf einer Freisetzung von intrazellulärem Molybdän aus geschädigten Parenchymzellen ins Blut verusracht sein können.
- erhöhte Werte bei Metallabrieb bei Knie- und Hüftgelenkimplantaten
Material Metall-LH
Probengefäß Metall-LH
Akkreditierungsstatus nicht akkreditiert
Referenzbereich < 1,0
letzte Änderung 18.03.2026 16:09