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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 28.06.2021 (ko) Abnahme-/Transportbedingungen: - Die Proben können bei 20-25 °C 5 Tage, bei 2-8°C 14 Tage und bei -20 °C 6 Monate gelagert werden. Einflussgrößen: - der Test wird beeinflusst durch Hämolyse, Lipämie und Ikterus voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich |
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| Einheit | ng/mL | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Häufigkeit | werktags, normalschichtig | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Klinische Hinweise | Indikation: - Schwangerschaftsüberwachung - Screening und therapeutisches Monitoring von hepatozellulärem Karzinom, z.B. bei Patienten mit Leberzirrhose oder chronischen Hepatitiden (zusätzlich zur Sonographie) [3]. - Differentialdiagnostik und therapeutisches Monitoring von Keimzelltumoren (Siehe unten) Interpretation: - Erhöhte AFP-Konzentrationen in der Frühschwangerschaft weisen auf Neuralrohrdefekte hin (Spina bifida, Anencephalie). Erniedrigte AFP-Werte im mütterlichen Serum sind ein Hinweis auf das Down-Syndrom (Trisomie 21) [1]. - Die Serum-AFP Bestimmung liefert in der Verlaufs- und Therapiekontrolle von hepatozellulären Karzinomen und Keimzelltumorenen wichtige Hinweise über den Erfolg einer Behandlung sowie über das Auftreten von Rezidiven[1]. Die bei HCC-Patienten bereichtete Sensitivität für AFP liegt bei 39%-65%, die Spezifität bei 76% bis 94% (4). - Neben hepatozellulären Karzinomen und Keimzelltumorenen kommt es zu APF-Erhöhung oft in Zusammenhang mit Lebermetastasen bei Tumoren wie: - nicht hepatische gastrointestinale Tumore (Magen-, Kolon-, Gallenwegs-, Pankreaskarzinomen): selten - nicht gastrointestinale Tumore, z.B. Bronchialkarzinomen: sehr selten [2]. Differenzierung von Keimzelltumoren in: - Germinome (Seminom, Dysgerminom): immer AFP-negativ - embryonale Karzinome (reifes/unreifes Teratom): AFP/HCG-negativ oder -positiv - extraembryonale Karzinome: > Trophoblast-Chorionkarzinom: AFP-negativ/HCG-positiv > Dottersack-entodermaler Sinustumor: AFP-positiv/HCG-negativ - Bei folgenden benignen Erkrankungen können AFP-Spiegel erhöht sein: > toxische Lebererkrankungen > Hepatitiden > Gallengangsatresie > Cholestase > hereditäre Leberzirrhose > Stoffwechselerkrankungen mit Leberbeteiligung. > Tyrosinämie - AFP-Medianwerte in der Schwangerschaft im mütterlichen Serum [1]: AFP-Medianwerte 14 SSW: 27,9 ng/ml 15 SSW: 30,9 ng/mL 16 SSW: 36,1 ng/mL 17 SSW: 40,4 ng/mL 18 SSW: 48,3 ng/mL 19 SSW: 54,8 ng/mL |
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| Material | Serum | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Probengefäß | Serum-Monovette | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Probenvolumen | 10 ml | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Referenzbereich |
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| Verfahren | ECLIA | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:46 |