Phospholipase A2-Rezeptor-Ak (PLA2R) i.S.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung 02.01.2022 (Röber)

Abnahme-/Transportbedingungen:
-Serum-Monovette
-Probenlagerung bei 2-8 °C bis zu 14 Tage, längere Lagerung eingefroren bei -20°C.

Einflussgrößen:
Keine gesonderten Hinweise.

Störgrößen:
Das Analysenergebnis wird durch hämolytische, lipämische und ikterische Proben nicht beeinflusst.
Durch das Vorliegen von antinukleären Antikörpern (ANA) kann die charakteristische Fluoreszenz gelegentlich überlagert sein. Eine Auswertung ist dann nicht möglich.
Einheit Titer
Klinische Hinweise Indikation:
-    Differentialdiagnose nephrotischer Syndrome
-    Diagnose und Monitoring der primären Membranösen Nephropathie (pMN) (auch als primäre membranöse Glomerulonephritis (pMGN) bezeichnet)

Hinweise zur Interpretation:
-Zellbasierter Immunfluoreszenztest an fixierten PLA2R-transfizierten Zellen zur Bestimmung von Autoantikörpern (IgG) gegen Phospholipase-A2-Rezeptor (PLA2R).
-50-80% der Patienten mit pMN weisen AAk gegen PLA2R auf, die Spezifität für pMN liegt in Abhängigkeit von der Kontrollgruppe bei 99% (andere glomeruläre Erkrankungen) bis zu 100% (Gesunde).
-Bei serologischem Nachweis von PLA2R-AAK kann in ausgewählten Fällen auf eine Nierenbiopsie verzichtet werden.
-Der PLA2R-Antikörpertiter korreliert mit der Aktivität der pMN und geht dem Krankheitsverlauf zeitlich voraus.
-Bis zu 10 % der anti-PLA2R-seronegativen pMN-Patienten weisen AAk gegen THSD7A auf (siehe Analysen-Nr. 25636).
-Das gleichzeitige Vorliegen von anti-PLA2R-AAK und THSD7A-AAK ist selten.

Als Titer wird diejenige Verdünnungsstufe der untersuchten Patientenprobe angegeben, bei der eine spezifische Fluoreszenz gerade noch erkennbar ist.
negativ: keine charakteristische Fluoreszenz bei einer Serumverdünnung von 1:10
Material Serum Immunologie
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Verfahren IFT
letzte Änderung 18.03.2026 16:40