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| Abnahmevorschrift | Probenentnahme und Transport MRSA-Screening IKL (PCR): Nasenabstrichproben werden mit einem Abstrichtupfer und den dafür empfohlenen Transportröhrchen (SAP-Nr. 200113) wie nachfolgend beschrieben entnommen: 1. Den (die) Tupfer mit zwei Tropfen (ungefähr 50 µL) steriler physiologischer Kochsalzlösung befeuchten oder trocken verwenden. 2. Den (die) Abstrichtupfer vorsichtig in das Nasenloch des Patienten einführen. Die Spitze eines Tupfers sollte bis zu 2,5 cm tief in das Nasenloch eingeführt werden. 3. Den (die) Tupfer im Nasenloch 5-mal über die Schleimhaut rollen. 4. Denselben (dieselben) Tupfer in das zweite Nasenloch einführen und die Schritte 2 und 3 wiederholen. 5. Den (die) Abstrichtupfer in das Transportröhrchen geben. 6. Das Transportröhrchen beschriften. 7. Den (die) Abstrichtupfer ins Labor schicken Entnommene Proben sollten innerhalb von 2 Stunden das Labor erreichen. Während des Transports zwischen 2°C und 25°C lagern. (Proben können vor dem Testen bis zu 48 Stunden bei 25° C oder bis zu 5 Tage bei 2 bis 8° C aufbewahrt werden.) Gleichzeitige Abnahme einer Probe für den kulturellen MRSA-Nachweis und ggf. Resistenztestung im Institut für Mikrobiologie und Hygiene erforderlich. Siehe hierzu auch Allgemeine Präanalytik des Institutes für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene / Institut für Virologie. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich |
| Häufigkeit | Notfallparameter, ganztägig |
| Klinische Hinweise | Das PCR-basierende MRSA-Screening im IKL dient der frühzeitigen Erkennung von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) positiven Patienten. Dabei ist 1 Abstrich für beide Nasenvorhöfe (s. o.) sowie ggf. ein Wundabstrich zu entnehmen. Das Screening auf Besiedlung mit MRSA soll bei folgenden Patienten bei (ggf. bereits vor) der Aufnahme erfolgen: 1. Patienten mit früherem MRSA-Nachweis (in ORBIS unter "CAVE: MRSA-Patient" dokumentiert) 2. Patienten mit chronischen Wunden 3. Patienten, die aus anderen Krankenhäusern sowie Rehabilitationskliniken aufgenommen wurden. 4. Dialysepatienten 5. Kontaktpatienten (< 24 h) Das PCR-basierte MRSA-Screenningverfahren dient nicht zum Nachweis von MRSA-Infektionen und eignet sich nicht zur Kontrolle von Sanierungsmaßnahmen. Ergebnisse des MRSA-Screenings (Schnelltest) sind bis zum entgültigen kulturellen Verfahren als vorläufig einzustufen. Bei Diskrepanzen zwischen MRSA-Screeningtest und kulturellen Verfahren ist das Ergebnis des kulturellen Verfahrens maßgeblich. Falsch negative MRSA-Screening-Ergebnisse sind selten und die negative Vorhersage des Schnelltestes ist zuverlässig. Positive MRSA-Screening-Teste sind immer auch positiv für Methicillin sensible Staphyloccocus aureus (MSSA). Ein MSSA-positives Resultat wird in 20 bis 30 % der zum MRSA-Screening eingesandten Proben erwartet. Hygienische Konsequenzen leiten sich aus einen MSSA-positiven Resultat nicht ab. |
| Material | Abstrich |
| Probengefäß | Abstrich |
| Probenvolumen | 1 ml |
| Akkreditierungsstatus | nicht akkreditiert |
| Referenzbereich | negativ |
| Verfahren | PCR |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:00 |