IL 2- Rezeptor i. S.

Abnahmevorschrift Abnahme-/Transportbedingungen:
- Bestimmung erfolgt im Serum,
- Erfolgt der Test nicht sofort, können Serumproben bis zur Analyse 2 Tage bei 2-8°C oder für längere Lagerung bei -20°C aufbewahrt werden [1].

Einflussgrößen:
- Hämolyse und Lipämie stören die Bestimmung, so dass diese Serumproben nicht untersucht werden sollten. Proben von Patienten, die aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen Präparate mit monoklonalen Maus-Antikörpern erhalten haben, können humane anti-Maus-Antikörper (HAMA) enthalten. In solchen Proben können bei Untersuchungen mit Testkits, bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden, implausible Werte erhalten werden [3].
- Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [2,3].

Störgrößen:
- der Test wird beeinflusst durch Hämolyse und Lipämie (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT)
Einheit U/mL
Häufigkeit werktags, normalschichtig
Klinische Hinweise Indikation:
-    Verdacht auf lymphoproliferative Erkrankungen (meist drastische Anstiege bei B- und T-Lymphomen)
-    Verdacht auf Abstoßungsreaktionen bei Allotransplantatempfängern
-    Diagnose und Verlaufskontrolle der Sarkoidose (als Verlaufsparameter besser als ACE [4])
-    Rheumathoide Arthritis und andere Kollagenosen (wegen seiner hohen Umsatzrate gut geeignet zur Beurteilung des Therapieerfolges mit Steroiden und anderen antiinflammatorisch wirkenden Präparaten)
-    Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) [8]
-    andere T-Zell-vermittelte aktive Immunopathien wie reaktive Arthritiden, chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder Hepatitiden

Interpretation:
Die meisten ruhenden T-Zellen, B-Zellen, großen granulären Lymphozyten (LGLs) und Monozyten exprimieren keine signifikanten Mengen des Interleukin-2-Rezeptors (IL2R). Nach zellulärer Aktivierung wird der IL2R auf der Zelloberfläche exprimiert. Durch Shedding werden lösliche IL2R-Moleküle (sIL2R) freigesetzt, die im Blut bestimmbar sind. Während im Serum gesunder Personen nur geringe Mengen des sIL2R vorkommen, steigt dessen Serumkonzentration signifikant bei verschiedenen Krankheitsbildern an, die mit einer Aktivierung der T-Lymphozyten einhergehen, wie Neoplasien, Autoimmunerkrankungen, Transplantationsabstoßung und Infektionen. Im Gegensatz zu globalen Aktivierungsmarkern der Entzündung wie CRP und BSR zeigt die sIL2R-Serumkonzentration spezifisch und schnell die Aktivierung von T-Lymphozyten an und ist zur Diagnostik und zum Monitoring immunologisch-bedingter Erkrankungen gut geeignet [5-7].

Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich extrem erniedrigt: 10
extrem erhöht: 4000
223 - 710
Verfahren LIA
letzte Änderung 18.03.2026 15:01