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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 05.06.2018 (Men) Abnahme-/Transportbedingungen: - Blutentnahme morgens beim nüchternen Patienten, da Nahrungsaufnahme die Chromogranin A-Konzentration im Blut erhöht [1]. Da unter Therapie mit Protonenpumpenhemmern die Chromogranin A-Konzentration im Blurt ebenfalls ansteigt, ist diese Medikation mind. 2 Wochen vor der Untersuchung abzusetzen [2]. - Bestimmung erfolgt im Serum, - Erfolgt der Test nicht sofort, können Serumproben bis zur Analyse 2 Tage bei 2-8°C oder für längere Lagerung bei -20°C aufbewahrt werden [2]. Einflussgrößen: - Hämolyse und Lipämie stören die Bestimmung, so dass diese Serumproben nicht untersucht werden sollten. - Proben von Patienten, die aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen Präparate mit monoklonalen Maus-Antikörpern erhalten haben, können humane anti-Maus-Antikörper (HAMA) enthalten. In solchen Proben können bei Untersuchungen mit Testkits, bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden, implausible Werte erhalten werden [2]. - Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [2, 3]. Störgrößen: - der Test wird beeinflusst durch Hämolyse und Lipämie (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT) |
| Einheit | ng/mL |
| Häufigkeit | wöchentlich |
| Klinische Hinweise | Indikation [3]: - bei Patienten mit Reizdarm-Symptomen (Irritable bowel syndrome, IBS) - Verdacht auf gastropankreatische Tumoren sowie deren Verlauf - Verdacht auf Phäochromozytom Interpretation: Chromogranin A ist ein sensitiver, aber unspezifischer Marker der NETs. Erhöhte Konzentrationen sind prinzipiell mit neuroendokrinen Tumoren wie gastropankreatischen NETs (GEP-NET), bronchopulmonalen NETs, Phäochromozytom, Neuroblastom und medullärem Schilddrüsenkarzinom assoziiert [3]. Die Bestimmung von Chromogranin A stellt eine wichtige Untersuchung zur Beurteilung der Tumorlast von NETs dar. Unabhängig von der Tumorgröße werden die höchsten Werte beim Karzinoid des Dünndarms gemessen. Prinzipiell haben metastasierende NETs höhere Chromogranin A-Werte als lokalisierte und nicht-funktionelle niedrigere Werte als funktionelle Tumoren [4,5]. Die häufigsten Nicht-NET-bedingten Erkrankungen mit erhöhten Serum-Chromogranin A-Werten sind Hypergastrinämie und Niereninsuffizienz [3]. Weitere Nicht-gastropankreatische NET-Erkrankungen umfassen endokrine Erkrankungen (Hyperparathyreoidismus, Hypophysentumor, medulläres Schilddrüsenkarzinom, Hyperthyreose), gastrointestinale (GI)-Erkrankungen (chronisch atrophische Gastritis, Pankreatitis, M. Crohn, Colitis ulcerosa, chronische Hepatitis, Leberzirrhose, Dickdarmkrebs, Leberkarzinom), entzündliche Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, chronische Bronchitis), Nicht-GI-Karzinome (kleinzelliges Bronchialkarzinom, Prostata-, Mamma- und Ovarialkarzinomen), Niereninsuffizienz und kardiovaskuläre Erkrankungen [6]. |
| Material | Plasma (EDTA-Blut) |
| Probengefäß | EDTA-Monovette |
| Probenvolumen | 2.7 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | extrem erhöht: 100 < 50 |
| Verfahren | ELISA |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:28 |