Glukose-6-Phosphatdehydrogenase

Abnahmevorschrift Letzte Aktualisierung: 03.07.2020 (poi.)
Präanalytik:
- Material: EDTA-Monovette
- Testung nicht nach schwerer hämolytischer Krise, da Retikulozyten höhere G-6PDH als Erythrozyten aufweisen
Beachte: Methodenumstellung am 06.07.2020 mit veränderten Referenzbereichen und Umstellung der Einheit auf U/gHb
Einheit U/g Hb
Häufigkeit werktags, normalschichtig
Klinische Hinweise Indikation:
- V.a. Glukose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel
- Differentialdiagnostik hämolytischer Anämien
- vor Einsatz bestimmer Medikamente mit V.a Einfluss G-6PDH-Stoffwechsel/hämolytische Anämie

Hinweise:
- genetisch bedingter G-6PDH-Mangel (Flavismus) führt zu rezidivierenden Hämolysen und chronischer Anämie
- G-6PDH-Mangel ist der häufigste erbliche Enzymdefekt der Erythrozyten (Vorkommen insbesondere Mittelmeerraum, Südostasien, Sub-Sahara Region Afrika)
- bei G-6PDH-Mangel kann hämolytische Anämie durch Infekte, bestimmte Nahrungsmittel (Favabohnen) oder Medikamente (ASS, Sulfonamide, Chinin u.a.) verstärkt werden

Methodenumstellung am 06.07.2020 mit veränderten Referenzbereichen und Umstellung der Einheit auf U/gHb

Ansprechpartner:
Labormodul Klinische Chemie, Tel.: 2284, 2728
Material EDTA-Blut
Probengefäß EDTA-Monovette
Probenvolumen 2.7 ml
Referenzbereich extrem erniedrigt: 4.0
extrem erhöht: 23.0
7.9 - 16.3
letzte Änderung 18.03.2026 15:47