Unfrakt. Heparin Anti Xa i.P.

Abnahmevorschrift Präanalytik:
- 24 h vor der Blutabnahme sportliche Betätigung meiden
- auf Alkohol und stark fetthaltige Mahlzeiten verzichten
- LMW-Heparin: Peakspiegelbestimmung -> Blutabnahme 3-4h nach letzter Medikamentenapplikation
- UF-Heparin:
- subkutane Injektion -> Blutabnahme nach 2-4h         
- Dauerinfusion -> Blutabnahme 1h nach Einstellung der Erhaltungsdosis

Blutabnahme:
- unter stressfreien Bedingungen am liegenden Patienten
- Nutzung einer großlumigen (19 - 21 G) Kanüle
- Staudruck zur Venenpunktion zwischen dem systolischen und diastolischen Druck
- Stauung nicht länger als 1 Minute
- während der Entnahme Stauschlauch öffnen
- nicht als erste Abnahme nach der Venenpunktion, ggf. 1. Portion (verwerfen)
- Abnahmegefäß unbedingt bis zum Indikator füllen!
(Mischungsverhältnis 1 Volumenteil Citrat und 9 Volumenteile Venenblut muss eingehalten werden!)
- Vermischung des Blutes mit dem Citrat durch mehrmaliges ruhiges Überkopfschwenken - keinesfalls Schütteln!
- keine Blutentnahme aus heparinisierten Zugängen (ZVK, Port)

Stör- und Einflussgrößen, die Analytik verhindern:
- Proben mit Gerinnselbildung
- Füllungsabweichung >10%
- ausgeprägter Ikterus (Definition: siehe HIL_Konfiguration)

CAVE:
Methodisch bedingt ist eine Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Medikamenten mit Anti-Xa-Aktivität nicht möglich!
-> Die Information zum eingesetzten Medikamentes steuert die korrekte Auswertung des Assays.
-> Nicht korrekte Informationen führen zur Übermittlung falscher Ergebnisse!

voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang):
- tagesgleich
Einheit E/ml
Klinische Hinweise Indikation:
Überprüfung der Anti-Xa Aktivität unter Therapie mit unfraktioniertem Heparin in klinischen Problemsituationen insbesondere wenn der Zielbereich der aPTT-Verlängerung nicht erreicht wird.

Interpretation:
Unfraktionierte Heparine hemmen Antithrombin-abhängig Thrombin etwa 10-fach stärker als Faktor Xa. Sie werden in der Therapie thrombotischer Ereignisse und bei der Behandlung oder Operation mit extrakorporalem Kreislauf eingesetzt. Sie sind in zahlreichen Spüllösungen z.B. von Kathetern enthalten.
Das Monitoring der Dosierung erfolgt im Wesentlichen mit der aPTT. In Einzelfällen wenn z.B. keine Verlängerung der aPTT erreicht wird, wie in Situationen mit hohem Faktor VIII oder bei Mangelzuständen, die mit einer Verlängerung der aPTT einhergehen (z.B. Faktor XII-Mangel) muss auf ein Monitoring der Anti-Xa-Aktivität ausgewichen werden.
Material Citrat-Blut
Probengefäß Citrat-Monovette
Probenvolumen 1.5 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich extrem erhöht: 1.09
Therap.abhäng.
bevorzugte Probenart CIT&40
letzte Änderung 18.03.2026 16:18