Vitamin B12 i.S.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung: 22.05.2018 (Men) / 14.01.2020 (Poi)

Abnahme-/Transportbedingungen:


Störgrößen:
- der Test wird beeinflusst durch Hämolyse (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT)
- Beachte: Biotinsupplementierungen (>5mg/Tag) können zu falsch erhöhten Meßwerten führen (ab 50ng/ml Biotin i.S., siehe Lab.info 02/2019); 02.05.19 neum.

voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich
Einheit pg/mL
Häufigkeit werktags, normalschichtig
Klinische Hinweise Indikation:
Die Konzentrationsbestimmung dient der Abklärung bei Patienten mit:

-    makrozytäre, hyperchrome Anämie (mit erhöhtem MCV, erniedrigtem Hämoglobin und Übersegmentierung der Neutrophilen)
-    unklaren peripheren Neuropathien

Interpretation:

Die Bestimmung des Gesamt-Vitamin B12 wird klinisch oft als Parameter erster Wahl eingesetzt, hat aber eine limitierte Spezifität und Sensitivität. Ein isoliert erniedrigter Holotransbobalamin (HoloTC)-Spiegel im Serum gilt als frühester Marker eines B12-Mangels und ist ein Hinweis darauf, dass der Organismus über nicht ausreichend verwertbares Vitamin B12 verfügt und die Vitamin B12-Speicher sich bereits leeren. Das erniedrigte HoloTC zeigt somit bereits eine negative B12-Bilanz an. In diesem Stadium werden klinische und hämatologische Manifestationen noch nicht beobachtet. Beim metabolisch manifestem B12-Mangel (erniedrigtes HoloTC, erhöhte Methylmalonsäure [MMA]- und Homocystein-Konzentrationen) können bereits klinische Manifestationen vorliegen, aber auch fehlen. Die diagnostische Verwendung von HoloTC erlaubt therapeutische Schritte (Supplementierung von Vitamin B12), noch bevor irreversible neurologische Schädigungen auftreten. HoloTC als metabolisch aktive Vitamin B12-Fraktion korreliert gut mit MMA. Vitamin B12 hingegen korreliert mit HoloTC im Referenzbereich gut, aber im niedrigen Konzentrationsbereich schlecht. Zur Erfassung eines Vitamin B12-Mangels sind deshalb HoloTC und MMA besser geeignet als das Gesamt-Vitamin B12.

siehe auch Laborinformation 03/2019

erniedrigte Vitamin B12-Konzentrationen im Serum bei:
-    Vegetariern, Veganern
-    Partieller Gastrektomie/Ileumschädigung
-    Zöliakie
-    Einnahme von oralen Kontrazeptiva
-    während der Schwangerschaft in der Zeit vor dem Geburtstermin
-    Parasitenbefall
-    Pankreasinsuffizienz
-    Epilepsiebehandlung
-    älteren Menschen
-    chronischem Alkoholabusus

erhöhte Vitamin B12-Konzentrationen im Serum bei:
-    Nierenversagen
-    Lebererkrankungen
-    myeloproliferativen Erkrankungen

Umrechnungsfaktor: pmol/l = 0,74 x pg/ml

Ansprechpartner:
Labormodul Klinische Chemie, Tel.: 2284, 2728
Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich
Alterextrem erniedrigtextrem erhöhtReferenzbereich
≤ 18J1411500197 - 771
> 18J1411500197 - 771
Verfahren ECLIA
letzte Änderung 18.03.2026 16:23