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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 17.08.2019 (SR) Abnahme-/Transportbedingungen: - Bestimmung erfolgt im Serum Einflussgrößen: - Hämolyse (Hämoglobin > 1000 mg/dL) stört die Bestimmung, so dass diese Serumproben nicht untersucht werden sollten [1]. - Obwohl dem Test Substanzen zugesetzt wurden, die HAMA (humane Anti-Maus-Antikörper) neutralisieren, können extrem hohe HAMA-Konzentrationen prinzipiell die Werte beeinflussen [1]. |
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| Einheit | ng/mL | ||||||
| Häufigkeit | werktags, normalschichtig | ||||||
| Klinische Hinweise | Indikation: - Schwangerschaftsüberwachung - Screening und therapeutisches Monitoring von hepatozellulärem Karzinom, z.B. bei Patienten mit Leberzirrhose oder chronischen Hepatitiden (zusätzlich zur Sonographie) [3]. - Differentialdiagnostik und therapeutisches Monitoring von Keimzelltumoren (Siehe unten) Interpretation: - Erhöhte AFP-Konzentrationen in der Frühschwangerschaft weisen auf Neuralrohrdefekte hin (Spina bifida, Anencephalie). Erniedrigte AFP-Werte im mütterlichen Serum sind ein Hinweis auf das Down-Syndrom (Trisomie 21) [1]. - Die Serum-AFP Bestimmung liefert in der Verlaufs- und Therapiekontrolle von hepatozellulären Karzinomen und Keimzelltumorenen wichtige Hinweise über den Erfolg einer Behandlung sowie über das Auftreten von Rezidiven[1]. - Neben hepatozellulären Karzinomen und Keimzelltumorenen kommt es zu APF-Erhöhung oft in Zusammenhang mit Lebermetastasen bei Tumoren wie: - nichthepatische gastrointestinale Tumore (Magen-, Kolon-, Gallenwegs-, Pankreaskarzinomen): selten - nichtgastrointestinale Tumore, z.B. Bronchialkarzinomen: sehr selten [2]. Differenzierung von Keimzelltumoren in: - Germinome (Seminom, Dysgerminom): immer AFP-negativ - embryonale Karzinome (reifes/unreifes Teratom): AFP/HCG-negativ oder -positiv - extraembryonale Karzinome: > Trophoblast-Chorionkarzinom: AFP-negativ/HCG-positiv > Dottersack-entodermaler Sinustumor: AFP-positiv/HCG-negativ - Bei folgenden benignen Erkrankungen können AFP-Spiegel erhöht sein: > toxische Lebererkrankungen > Hepatitiden > Gallengangsatresie > Cholestase > hereditäre Leberzirrhose > Stoffwechselerkrankungen mit Leberbeteiligung. > Tyrosinämie Referenzbereich: - Bei gesunden Männern und nichtschwangeren Frauen bis 6,7 ng/mL [1]. - AFP-Normalwerte in der Schwangerschaft im mütterlichen Serum [1]: 14 WOG* : 12,2 - 36,3 ng/mL 15 WOG : 12,9 - 71,4 ng/mL 16 WOG : 13,3 - 54,5 ng/mL 17 WOG : 16,3 - 65,3 ng/mL 18 WOG : 14,5 - 82,3 ng/mL 19 WOG : 19,0 - 112,5 ng/mL 20 WOG : 22,6 - 234,7 ng/mL 21 WOG : 37,3 - 220,2 ng/mL 22 WOG : 39,9 - 112,5 ng/mL 23 WOG : 57,4 - 141,6 ng/mL *WOG: weeks of gestation (Vollendete Schwangerschaftswochen) |
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| Material | Serum | ||||||
| Probengefäß | Serum-Monovette | ||||||
| Probenvolumen | 10 ml | ||||||
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert | ||||||
| Referenzbereich |
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| Verfahren | CMIA | ||||||
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:46 |