Glomeruläre Basalmembran-Ak i.S. im Serum Immunologie (Titer)

Abnahmevorschrift Letzte Änderung 02.01.2023 (Röber)

Abnahme-/Transportbedingungen:
-Serum-Monovette
-Probenlagerung bei 2-8 °C bis zu 14 Tage, längere Lagerung eingefroren bei -20°C.

Einflussgrößen:
Keine gesonderten Hinweise.

Störgrößen:
Das Analysenergebnis wird durch hämolytische, lipämische und ikterische Proben nicht beeinflusst. Die Auswertung kann durch das Vorliegen anderer Autoantikörper (z.B. ANA) oder bestimmter heterophiler Antikörper erschwert sein.
Einheit Titer
Klinische Hinweise Indikation:
-Diagnostik / Differentialdiagnostik pulmorenaler Syndrome bzw. rapid progressiver Glomerulonephritiden (RPGN) und alveolärer Hämorrhagien bzw. systemischer Vaskulitiden
-Diagnostik, Monitoring und Prognoseüberwachung des Goodpasture-Syndroms und der anti-GBM-Nephritis
-Monitoring nach Nierentransplantation, v.a. bei Alport-Syndrom
-zur Differentialdiagnostik autoimmuner Nephritiden siehe auch ANCA (cANCA, pANCA bzw. MPO- u. PR3-Ak), C1q-Ak, dsDNA-Ak, PLA2R-Ak, THSD7A-Ak sowie zirkulierende Immunkomplexe.

Hinweise zur Interpretation:
- Autoantikörper gegen glomeruläre Basalmembran sind i.d.R. gerichtet gegen die NC1-Domäne der α1-3-Kette von Kollagen Type IV.
- Indirekte Immunfluoreszenz: Nachweis einer gefältelten linearen Färbung in den Glomeruli am Gewebeschnitt Niere (Affe).
- Marker des Goodpasture-Syndroms mit Spezifität und Sensitivität von ca. 95%, auch bei rapid progressiver Glomerulonephritis ohne pulmonale Hämorrhagie (anti-GBM-Nephritis).
- Simultanes Auftreten von GBM-AK mit ANCA (v.a. MPO-Ak) spricht für einen progressiven Verlauf.
- Sehr selten auch bei anderen Erkrankungen nachweisbar (z.B. membranöser Glomerulonephritis, SLE, Diabetes mellitus, Zöliakie, Poststreptokokken-Glomerulonephritis), dann meist Kreuzreaktionen von Antikörpern gegen andere Kollagenbestandteile.

Als Titer wird diejenige Verdünnungsstufe der untersuchten Patientenprobe angegeben, bei der eine spezifische Fluoreszenz gerade noch erkennbar ist.
negativ: keine charakteristische Fluoreszenz bei einer Serumverdünnung von 1:10
schwach positiv*: ab Titer 1:10 bis <1:80
positiv*: ab Titer 1:80 bis <1:320
stark positiv*: ab Titer 1:320
*Laborinterne Festlegung
Material Serum Immunologie
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich extrem erhöht: 319
Kommentar: Referenzbereich: keine charakteristische Fluoreszenz
Verfahren IFT
letzte Änderung 18.03.2026 15:01