AAK gegen glatte Muskulatur i.S.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung 22.02.2023 (Röber)

Abnahme-/Transportbedingungen:
-Serum-Monovette
-Lagerung bei Raumtemperatur bis 8h, bis 2 Tage bei 2-8 °C, darüber hinaus Probe bei -20 °C einfrieren. Eingefrorene Proben müssen nach dem Auftauen und vor dem Testen gut durchgemischt werden.

Einflussgrößen:
Keine gesonderten Hinweise.

Störgrößen:
Herstellerangabe: Hämolytische, lipämische und ikterische Proben zeigten keinen Einfluss auf das Analysenergebnis. Kreuzreaktionen sind unwahrscheinlich.
Durch das Vorliegen von antinukleären Antikörpern (ANA) kann die charakteristische Fluoreszenz gelegentlich überlagert sein. Eine Auswertung ist dann nicht möglich.
Einheit Titer
Klinische Hinweise Indikationen:
- Diagnostik von autoimmunenen Lebererkrankungen, insbesondere der Autoimmunhepatitis

Hinweise zur Interpretation:
- Es erfolgt die Indirekte Immunfluoreszenz (IgG) an Kryostatschnitten von Rattenleber, -niere und -magen. Antikörper gegen glatte Muskulatur (SMA) führen zu einer charakteristischen Fluoreszenz der Interparietalsepten und der Muskulatur des Magens sowie der Muskulatur der Gefäße.
- >50% der Patienten mit Typ-1-Autoimmunhepatitis weisen AAk gegen SMA auf.
- Bei 80% der SMA-positiven Typ-1-AIH sind die Antikörper gegen das Antigen F-Aktin gerichtet.
- Niedrige Titer (bis ca. 1:80) sind nicht spezifisch für die AIH. Sie werden auch bei 5% der Gesunden gefunden, können bei Patienten mit alkoholischer Lebererkrankung (3-16%), mit chronischer Hepatitis C-Infektion (8-10%) oder PBC (22%) auftreten.
- AAk gegen SMA treten bei 35% der Typ-1-AIH-Patienten isoliert auf, in den übrigen Fällen in Kombination mit antinukleären Antikörpern (ANA).
Material Serum Immunologie
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich extrem erhöht: 1279
Kommentar: Referenzbereich: keine charakteristische Fluoreszenz
Verfahren IFT
letzte Änderung 18.03.2026 14:43