IgG kappa i.S.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung: 08.05.2018 (ko)

Abnahme-/Transportbedingungen:
Probenstabilität: Serum, 8 Tage bei 2-8°C, für die längere Lagerung wird empfohlen das Serum mindestens bei -20°C einzufrieren
Störfaktoren: hämolytisches oder lipämisches Serum ist für die Analyse nicht geeignet
Einheit g/L
Klinische Hinweise Indikation:
- Differenzierung zwischen polyklonaler und monoklonaler IgG-Erhöhung
- Quantifizierung von monoklonalem intaktem Immunglobulin, insbesondere für gar nicht oder schwer abgrenzbare M-Proteine vom IgG-Typ in der Serum-Proteinelektrophorese bei stark polyklonalem Hintergrund
- Verlaufskontrolle beim Multiplen Myelom vom IgG-Typ
- Risikoabschätzung zur Progression einer monoklonaler Gammopathie unspezifischer Signifikanz (MGUS) zu einer malignen Erkrankung

Interpretation:
- Der Quotient von IgG Kappa-/IgG Lambda-Leichtketten ist ein Indikator für die Klonalität einer Gammopathie.
Eine pathologische Veränderung des Quotienten (Erhöhung oder Erniedrigung) ist ein wichtiger Hinweis auf eine selektive, meist monoklonale Überproduktion eines IgG-Subtyps und damit ein Hinweis auf eine monoklonale Gammopathie. Erhöhte Konzentrationen der IgG-Subtypen bei normalem Quotienten sprechen für eine eher polyklonale Überproduktion.
- MGUS Patienten mit einer "Hevylite Pair Suppression" haben ein erhöhtes Progressionsrisiko zu einer malignen Erkrankung. Die "Hevylite Pair Suppression" ist eine spezifische, direkt durch das Tumorgeschehen bedingte Form der Immunsuppression. Es liegt ein pathologisches IgG Kappa/IgG Lambda-Ratio vor, und gleichzeitig liegt die Konzentration der nicht-involvierten Kette (IgG Kappa oder IgG Lambda) unterhalb des Referenzbereiches.
- die Verlaufskontrolle ist unabhängig von Plasmavolumen/Hämatokrit und Halbwertszeit
Material Serum
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich 4.03 - 9.78
Verfahren Turbidimetrie
letzte Änderung 18.03.2026 15:23