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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 31.05.2018 (Men) Abnahme-/Transportbedingungen: - Bestimmung erfolgt im Serum, - Die Blutentnahme für die PSA-Bestimmung sollte vor der Durchführung von Behandlungen entnommen werden, bei denen es zur Manipulation an der Prostata kommt. Das Serum sollten innerhalb von 3 Stunden vom Blutkuchen getrennt werden [1]. - Erfolgt der Test nicht sofort, können Serumproben bis zur Analyse 1 Tag bei 2-8°C oder für längere Lagerung bei -20°C aufbewahrt werden [1]. Einflussgrößen: Die Blutentnahme wird nach folgenden Zeiträumen empfohlen: - frühestens 48 h nach einer Ejakulation - vor oder frühestens 1 Woche nach digital-rektaler Untersuchung, Prostata-Massage, einem transrektalen Ultraschall, einer Blasenspiegelung und/oder intensivem Fahrradfahren - frühestens 6 Wochen nach: einer Prostata-Biopsie einer TUR der Prostata - Eine Hormontherapie kann die Freisetzung von PSA beeinflussen. Niedrige PSA-Werte nach Hormontherapie reflektieren daher möglicherweise nicht adäquat das Vorliegen von Tumorrestgewebe oder eines Rezidivs [1,2]. - Hämolyse stört die Bestimmung, so dass diese Serumproben nicht untersucht werden sollten. - Proben von Patienten, die aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen Präparate mit monoklonalen Maus-Antikörpern erhalten haben, können humane anti-Maus-Antikörper (HAMA) enthalten. In solchen Proben können bei Untersuchungen mit Testkits, bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden, implausible Werte erhalten werden [2]. - Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [2,3]. Störgrößen: - der Test wird beeinflusst durch Hämolyse (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT) |
| Einheit | ng/mL |
| Häufigkeit | werktags, normalschichtig |
| Klinische Hinweise | Indikation: - PSA dient der Früherkennung, Therapie-Kontrolle und Nachsorge des Prostata-Karzinoms - Männer, die sich einer PSA-gestützten Früherkennungsuntersuchung unterziehen möchten, sollten vor der PSA-Bestimmung über Vor- und Nachteile informiert werden [3,4] - gemäß Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie ist die Untersuchung indiziert bei [4]: jedem Mann ab einem Alter von 45 Jahren, Männern mit Miktions-Beschwerden nach Ausschluss eines Harnwegs-Infektes nach operativer Entfernung eines Prostata-Karzinoms im Rahmen der Rezidiv-Prophylaxe Interpretation: - erhöhte Werte treten bei Prostatavergrößerung (BPH), Prostatakarzinom oder akuter Prostatitis auf - Die Prävalenz der benignen Prostatavergrößerung ist wesentlich höher als die Prävalenz des Prostatakarzinoms - Noch ungeklärt ist neben den PSA-Grenzwerten das Problem der Entdeckung klinisch unbedeutender Karzinome, da mehr Männer mit einem Prostatakarzinom sterben als an einem Prostatakarzinom [3]. Für Männer, die weiterhin eine PSA-basierte Früherkennungsuntersuchung wünschen, sollte das Zeitintervall der Nachfolgeuntersuchung am aktuellen PSA-Wert und am Alter der Patienten angepasst werden, sofern keine Indikation zur Biopsie gegeben ist [4]: Altersgruppe ab 45 Jahren und einer Lebenserwartung > 10 Jahre PSA < 1 ng/ml: Intervall alle 4 Jahre PSA 1-2 ng/ml: Intervall alle 2 Jahre PSA > 2 ng/ml: Intervall jedes Jahr Für Männer über 70 Jahre und einem PSA-Wert < 1 ng/ml wird eine weitere PSA-gestützte Früherkennung nicht empfohlen. Richtwert für radikal prostatektomierte Patienten: < 0,01 ng/ml |
| Material | Serum |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | Geschlecht: männlich extrem erhöht: 20.00 < 4.00 |
| Verfahren | CMIA |
| letzte Änderung | 18.03.2026 16:30 |