Endomysium-Ak (IgA) i.S.

Abnahmevorschrift Letzte Änderung 25.10.2022 (Röber)

Abnahme-/Transportbedingungen:
-Serum-Monovette
-Probenlagerung bei 2-8 °C bis zu 14 Tage, längere Lagerung eingefroren bei -20°C.

Einflussgrößen:
- Bei Vd.a. Zöliakie sollte vor der serologischen Diagnostik eine Glutenzufuhr über die Ernährung bestehen (tägl. ca. 10g Gluten für mind. 3 Monate). Wurde bereits eine glutenfreie Kost begonnen, beeinträchtigt dies die Testzuverlässigkeit.
- Da der Test Immunglobuline der Klasse IgA erfasst, sollte sichergestellt sein, dass kein IgA-Mangel besteht.
- Hypoproteinämie stellt einen Risikofaktor für falsch negative Resultate dar.

Störgrößen:
Herstellerangabe: Hämolytische, lipämische und ikterische Proben zeigten keinen Einfluss auf das Analysenergebnis.
Einheit Titer
Klinische Hinweise Indikationen:
- Diagnose der Zöliakie (v.a. für die Diagnose ohne Biopsie, zur Klärung diskrepanter Befunde, bei potenzieller Zöliakie)

Hinweise zur Interpretation:
- Eingesetzter Test: Indirekte Immunfluoreszenz zur Detektion von Endomysium-IgA an Affenleber-Kryostatschnitten der Firma Euroimmun AG
- das Antigen der Endomysium-IgA-Antikörper (EmA) ist die Gewebstransglutaminase (tTG bzw. TG2).
- Die epidermale TG (TG3) und die neuronale TG (TG6) stellen die Zielantigene entsprechender ggf. kreuzreagierender Autoantiköper bei Dermatitis herpetiformis Duhring bzw. Gluten-Ataxie und Gluten-Neuropathie dar.
- EmA weisen mit einer Sensitivität von 95% und einer Spezifität von 99 - 100% auf das Vorliegen einer Zöliakie hin.
- Bei Kindern mit hochpositiven tTG-IgA-Antikörpern kann bei Vorliegen positiver EmA-Resultate in einer weiteren Probe die Diagnose der Zöliakie u.U. ohne Duodenalbiopsie als gesichert gelten.
- EmA werden auch bei Patienten mit Dermatitis herpetiformis Duhring und anderen extraintestinalen Manifestationen der Zöliakie sowie mit Zöliakie assoziierten Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 1 gefunden.

Als Titer wird diejenige Verdünnungsstufe der untersuchten Patientenprobe angegeben, bei der eine spezifische Fluoreszenz gerade noch erkennbar ist.
negativ: keine charakteristische Fluoreszenz bei einer Serumverdünnung von 1:10
schwach positiv*: ab Titer 1:10 bis <1:80
positiv: ab Titer* 1:80 bis <1:640
stark positiv*: ab Titer 1:640
*Laborinterne Festlegung
In Abhängigkeit vom Gewebeschnitt sowie durch die subjektive Komponente der visuellen Auswertung können Titer variieren.

Material Serum Immunologie
Probengefäß Serum-Monovette
Probenvolumen 10 ml
Akkreditierungsstatus akkreditiert
Referenzbereich extrem erhöht: 639
Kommentar: Referenzbereich: keine Reaktion bei Titer 1:10
Verfahren IFT
letzte Änderung 18.03.2026 15:01