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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 21.08.2019 (SR) Abnahme-/Transportbedingungen: - Für die Analyse wird die Verwendung frischer Serumproben empfohlen. - hämolytische Seren sind für die Analytik nicht geeignet. - Die Proben sollten nicht länger als 48 Stunden (inklusive Transportzeit) bei Raumtemperatur (15 bis 30 °C) gelagert werden. |
| Einheit | % |
| Klinische Hinweise | Indikation: - Nachweis und Überwachung des chronischen Alkoholmissbrauchs - Verdacht auf CDG-Syndrom (kongenitale Defekte der Glykosylierung) Interpretation: - CDT-IFCC =< 1,7 : normales Ergebnis. CDT-IFCC > 1,7 und =< 2,0 : das Ergebnis liegt im Graubereich. Eine Verlaufskontrolle in 3-4 Wochen ist empfohlen, um die Entwicklung des CDT-Werts zu verfolgen. CDT-IFCC > 2,0 : positives Ergebnis, konsistent mit chronischem Alkoholmissbrauch oder exzessivem Alkoholkonsum. - Erhöhte CDT-Werte finden sich auch bei CDG-Syndrom, Transferrin D-Varianten, Leberzellkarzinom, Primär biliäre Zirrhose, chronisch-aktive Hepatitis, vereinzelt in der Postmenopause, unter Östrogentherapie und in der Gravidität - CDT ist ein spezifischer, jedoch nicht sehr empfindlicher Marker. Personen mit einem moderaten Alkoholkonsum oder einem episodischen Trinkmuster weisen CDT-Werte im Normbereich auf. - Ein täglicher Alkoholkonsum ab ca. 50 - 60 g Ethanol über zwei Wochen führt in der Regel zu erhöhten CDT-Spiegeln. - Eine Normalisierung erhöhter CDT-Werte ist nach einer Alkoholabstinenz von ca. 2-3 Wochen, in Abhängigkeit von der Höhe des CDT-Spiegels, zu erwarten. Einschränkungen: Die im Folgenden aufgeführten Faktoren können sich störend auf den CDT-Assay auswirken und die CDT-Quantifizierung stören oder verhindern: - CDG-Syndrom (kongenitale Defekte der Glykosylierung), - genetische Transferrinvarianten, - einige monoklonale Komponenten oder hoher polyklonaler Hintergrund, - Fibrinogene und hämolysierte Proben, - Antikoagulanzien (Zitrat, EDTA), - gealterte und nicht ordnungsgemäß gelagerte Proben, - Leberschädigungen (schwere Schädigung, Krankheit im Endstadium). HINWEIS: Laut der Empfehlung der IFCC-Arbeitsgruppe ist CDT-IFCC das primäre Zielmolekül zur CDT-Messung und der Analyt, auf dem die CDT-Standardisierung basiert. Jedenfalls kann der CDT-IFCC-Wert nicht bestimmt werden, wenn die Trennung der Transferrin-Isoformen der Norm nicht entspricht oder eine Variante vorliegt. In diesen Fällen wird der klassische Prozentsatz ermittelt und als CDT(*) bezeichnet. |
| Material | Serum |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | ≤ 1,7 |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:13 |