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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 08.06.2018 (Men) Abnahme-/Transportbedingungen: - Vor der Blutentnahme kein Kaffee, Tee, kein Nikotin, ggf. Medikamente 48 Stunden vorher absetzten. - Erfolgt der Test nicht sofort, können Serumproben bis zur Analyse 1 Tag bei 2-8°C oder für längere Lagerung bei -20°C aufbewahrt werden [1]. Einflussgrößen: - Hämolyse, Lipidämie und Hyperbilirubinämie stören die Bestimmung, so dass diese Plasmaproben nicht untersucht werden sollten. - Proben von Patienten, die aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen Präparate mit monoklonalen Maus-Antikörpern erhalten haben, können humane anti-Maus-Antikörper (HAMA) enthalten. In solchen Proben können bei Untersuchungen mit Testkits, bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden, implausible Werte erhalten werden [2]. - Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [2,3]. Störgrößen: - der Test wird beeinflusst durch Hämolyse, Lipidämie und Hyperbilirubinämie (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT) |
| Einheit | pmol/L |
| Klinische Hinweise | Indikation: - Abklärung des Polyurie-/Polydipsie-Syndroms - Verdacht auf einen Diabetes insipidus oder eine primäre Polydipsie - Ausschluss eines Myokardinfarktes bei gleichzeitiger Bestimmung von Troponin Interpretation: Vasopressin und Copeptin stammen vom Prä-Pro-Vasopressin ab und werden im Hypophysenhinterlappen (HHL) äquimolar gespeichert. Das Glykopeptid CT-proAVP (Copeptin) ist ein stabiles ADH-Äquivalent. Bei Osmolalitäts- und Volumenänderungen spiegelt die Copeptin-Sekretion die ADH-Sekretion wider und hat auf Grund der höheren Stabilität eine höhere diagnostische Aussagekraft. Bewertung anhand des Copeptin-Wertes ohne vorherige Flüssigkeitsrestriktion [4]: - ≥ 21,4 pmol/l: renaler Diabetes insipidus - < 21,4 pmol/l: Differenzierung zwischen zentralem Diabetes insipidus totalis oder partialis und primärer Polydipsie durch zweite Serum-Copeptinbestimmung nach Flüssigkeitsentzug: a) <4,9 pmol/l zentraler Diabetes insipidus totalis oder partialis b) ≥ 4,9 pmol/l primäre Polydipsie Bewertung anhand des Copeptin-Wertes in der morgendlichen Basisabnahme nach 8 h Flüssigkeitsrestriktion [4, 5]: < 2,6 pmol/l: zentraler Diabetes insipidus > 20,0 pmol/l: renaler Diabetes insipidus 2,6 - 20,0 pmol/l: weitere 8 h Flüssigkeitsrestriktion anschließend Berechnung des Index = (delta Copeptin 8 h - 16 h) x 1000/ Serum Na (16 h) Quotient > 20: primäre Polydipsie Quotient < 20: partieller zentraler Diabetes insipidus Die kombinierte Bestimmung von Copeptin (cut-off < 10 pmol/l) und Troponin im Serum weist einen negativen prädikten Wert von nahezu 100% für den Ausschluss eines akuten Myokardinfarktes beim akuten Koronarsyndrom auf [6, 7]. Einschränkungen: folgende Erkrankungen und Therapien haben einen Einfluss auf die Höhe des Copeptinspiegels im Serum [1]: - Sepsis und schwere Sepsis - Kardiovaskuläre Erkrankungen wie chronische Herzinsuffizienz - Atemwegsinfektionen und COPD - AVP-Rezeptor-Antagonist-Therapien |
| Material | Serum |
| Probengefäß | Serum-Monovette |
| Probenvolumen | 10 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | extrem erhöht: 21.4 < 17.5 |
| bevorzugte Probenart | SERUM&10 |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:32 |