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| Abnahmevorschrift | Präanalytik: - 24 h vor der Blutabnahme sportliche Betätigung meiden - auf Alkohol und stark fetthaltige Mahlzeiten verzichten Blutabnahme: - unter stressfreien Bedingungen am liegenden Patienten - Nutzung einer großlumigen (19 - 21 G) Kanüle - Staudruck zur Venenpunktion zwischen dem systolischen und diastolischen Druck - Stauung nicht länger als 1 Minute - während der Entnahme Stauschlauch öffnen - nicht als erste Abnahme nach der Venenpunktion, ggf. 1. Portion (verwerfen) - Abnahmegefäß unbedingt bis zum Indikator füllen! (Mischungsverhältnis 1 Volumenteil Citrat und 9 Volumenteile Venenblut muss eingehalten werden!) - Vermischung des Blutes mit dem Citrat durch mehrmaliges ruhiges Überkopfschwenken - keinesfalls Schütteln! - keine Blutentnahme aus heparinisierten Zugängen (ZVK, Port) Stör- und Einflussgrößen, die Analytik verhindern: - Proben mit Gerinnselbildung - Füllungsabweichung >10% - ausgeprägter Ikterus (Definition: siehe HIL_Konfiguration) voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): - tagesgleich |
| Einheit | ng/mL FEU |
| Häufigkeit | Notfallparameter, ganztägig |
| Klinische Hinweise | Indikation: Ausschluss-Diagnostik einer Venenthrombose und Lungenembolie, wenn eine klinische Wahrscheinlichkeit für die Thrombose besteht und Begleiterkrankungen, die selbst zu erhöhten D-Dimer Spiegeln führen, ausgeschlossen sind. Hierzu gehören auch Operationen oder Traumata in den letzten 4 Wochen (Interdisziplinäre S2-Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie" AWMF-Registernummer 065002). Im Rahmen der Diagnose einer disseminierten intravasalen Gerinnung kann der D-Dimer-Antigenspiegel als einer der Fibrinmarker zur Ermittlung des DIC-Scores der ISTH eingesetzt werden. Hierfür ist jedoch nur eine semiquantitative Abstufung in normal = 0 Punkte (<500 ng/mL FEU), leicht erhöht = 2 Punkte (500 bis 2000 ng/mL FEU) und stark erhöht = 3 Punkte (>2000 ng/mL FEU) erforderlich. Der Nutzen der Analytik ist in Frage zu stellen, wenn der D-Dimer-Antigenspiegel infolge der Grunderkrankung oder klinischen Situation (z.B. postoperativ) bereits deutlich erhöht ist. Die Halbwertszeit von 8 Stunden verstärkt diese Situation. Aus Antigen-Spiegelveränderungen im stark erhöhten Bereich lassen sich keine diagnostischen Schlussfolgerungen oder therapeutische Konsequenzen ableiten. Interpretation: - Als D-Dimere werden Spaltprodukte aus quervernetztem Fibrin bezeichnet, die unter Plasminwirkung entstehen. - D-Dimere werden bei systemischer Gerinnungsaktivierung, Abschwemmung von Fibrinkomplexen sowie als Fibrinabbauprodukte aus Thromben, zirkulierenden Fibrinkomplexen und extravasalem Fibrin wie Hämatomen und Wunden nachgewiesen. - Dauerhaft erhöhte D-Dimer-Antigenspiegel finden sich bei Krankheitsbildern wie Gefäßaneurysmen, Hämangiomen, portokavalen Shunts und Malignomen. - Akut erhöhte D-Dimer-Antigenspiegel treten bei zahlreichen Krankheitszuständen wie venöser Thrombose und Lungenembolie, arterieller Thrombose und Embolie, Traumata, Operationen, Verbrennungen, schweren Infektionen, Sepsis, HELLP-Syndrom, Hämolyse und HIT auf. - Erhöhte D-Dimer-Antigenspiegel werden auch im Verlauf der Schwangerschaft und mit zunehmendem Alter (ab ca. 60 Jahren) beobachtet. Bei Patienten >60 Jahre muss deshalb eine Anhebung des Cut-off Wertes auf 750 ng/ml FEU diskutiert werden. |
| Material | Citrat-Blut |
| Probengefäß | Citrat-Monovette |
| Probenvolumen | 1.5 ml |
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert |
| Referenzbereich | extrem erhöht: 2000 < 501 |
| Verfahren | latexverstärkter Immunoassay |
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:37 |