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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 26.05.2020 (Cho) Abnahme-/Transportbedingungen: - Erfolgt der Test nicht sofort, können Serumproben bis zur Analyse 14 Tage bei 2-8°C oder für längere Lagerung bei -20°C bis zu 6 Monaten aufbewahrt werden [1]. Einflussgrößen: - Die FSH-Konzentration im Blut schwankt im Verlauf des Menstruationszyklus in Abhängigkeit von Östradiol und Progesteron. Der LH-Gipfel in der Zyklusmitte geht mit einem geringen, aber entscheidenden Anstieg des FSH im Blut einher. Die FSH-Konzentration im Blut sinkt in der Lutealphase als Reaktion auf die Östradiol- und Progesteronbildung [2]. - Hämolyse, Lipidämie und Ikterus stören die Bestimmung, automatische Kommentierung erfolgt. - In seltenen Einzelfällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörper, Streptavidin sowie Ruthenium auftreten [1]. - Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen Antikörper gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [3]. voraussichtliche Bearbeitungszeit (ab Laboreingang): tagesgleich |
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| Einheit | U/L | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Häufigkeit | werktags, normalschichtig | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Klinische Hinweise | Indikation [2]: Bei Frauen: - Abklärung von Zyklusstörungen - Sterilitätsdiagnostik - Beurteilung der Notwendigkeit einer Hormonsubstitution im Klimakterium Bei Männern: - Bei subnormalem Ejakulatbefund weiterführende Abklärung der Ätiologie der Spermatogenese-Störung. - Bei niedrigen basalen Testosteronwerten können LH und FSH Auskunft zur Ursache eines Hypogonadismus (primär oder sekundär) geben Interpretation: - Die FSH-Konzentration im Blut schwankt im Verlauf des Menstruationszyklus in Abhängigkeit von Östradiol und Progesteron. Der LH-Gipfel in der Zyklusmitte geht mit einem geringen, aber entscheidenden Anstieg des FSH im Blut einher. - Die FSH-Konzentration im Blut sinkt in der Lutealphase als Reaktion auf die Östradiol- und Progesteronbildung [2]. - Das Follikel stimulierende Hormon (FSH) reguliert bei der Frau das Wachstum, die sexuelle Entwicklung, die Reproduktion, inklusive der Menstruation, die Entwicklung des Follikels und die Ovulation. - Beim Mann fördert FSH die Spermatogenese und reguliert die Androgenantwort der Testes. - Für die Regulation von FSH ist das Protein Inhibin zuständig. Es wird in den Sertolizellen gebildet und inhibiert über die Hypophyse die FSH-Sekretion Interpretation bei Frauen: 1. primäre Ovarialinsuffizienz: erhöhte FSH-Konzentrationen bei wiederholten Messungen, deutlich erniedrigtes Östradiol 2. sekundäre (hypophysäre) Ovarialinsuffizienz : erniedrigtes basales FSH im LHRH-Test moderat stimulierbar, erniedrigtes basales LH im LHRH-Test nicht stimulierbar 3. Gonadodysgenesie (Turner-Syndrom), funktionelle Ovarschädigung (nach Strahlen- und/oder Chemotherapie, hyperandrogenämische Ovarialinsuffizienz): normales FSH bei leicht erhöhtem LH-Wert mit Verschiebung des LH/FSH-Quotienten >2, basal erhöhtes LH im LHRH-Test stimulierbar 4. Beginnendes Klimakterium, Postmenopause: LH und FSH erhöht, LH/FSH-Quotient <1, stark erniedrigtes Östradiol 5. Die Bestimmung von FSH ist bei Sterilitätsdiagnostik und "Assisted Reproductive Technology"- Techniken wesentlich. Die Optimierung der Behandlung umfasst die Feststellung der ovariellen Reserve (OR) an Follikeln. Die Bestimmung der Anzahl antraler Follikel durch transvaginalen Ultraschall ist eine zuverlässige Untersuchung. Der transvaginale Ultraschall und die Bestimmung von FSH und Östradiol sind die traditionellen Untersuchungen zur Bestimmung der OR. FSH und Östradiol sind indirekte Marker der OR, da sie auf der Bildung weiterer Hormone bedingt durch eine Rückkopplung, beruhen. FSH nimmt während der Follikelreifung und auch mit dem Alter der Patientin zu. Beachtet werden muss, dass FSH auch durch andere Ursachen, die nicht die OR betreffen, verändert sein kann. Erhöhte Werte werden bei hormoneller Therapie (orale Kontrazeptiva), Tumoren der Hypophyse und dem Turner-Syndrom gefunden. Niedrige Konzentrationen werden beim polycystischen Ovarialsyndrom (PCO) und Adenomen (Unterfunktion) der Hypophyse bestimmt. Zur Feststellung der OR siehe auch direkte Marker (Inhibin B, Anti-Müllerian-Hormon). 6. Während des Schwangerschafts sollte FSH in alle Trimester nicht nachweisbar sein (<0,5 U/L)[4]. Interpretation bei Männern: Das Hormon ist ein Marker zur Diagnostik von Störungen der Spermatogenese [2]: 1. Hohes FSH bei Vorliegen von kleinen, festen Testes (unter 6 ml Volumen) und einer Azoospermie sind auf ein Klinefelter-Syndrom hinweisend. 2. Ist FSH erhöht bei Azoospermie oder sehr schlechten Ejakulatparametern und ist das Hodenvolumen über 6 ml, besteht eine primäre Störung der Spermatogenese. 3. Ist FSH normal bei Azoospermie kann ein Verschluss der ableitenden Samenwege vorliegen. Der Verdacht wird durch die gleichzeitige Erniedrigung eines im Seminalplasma sezernierten Nebenhoden-Markers, z.B. α1-Glucosidase erhärtet. 4. Ist die FSH-Konzentration niedrig, besteht der Verdacht auf Hypophyseninsuffizienz 5. Der überwiegende Anteil der Männer mit Problemen der Fertilität hat eine niedrige Spermienkonzentration und normale FSH-Werte. |
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| Material | Serum | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Probengefäß | Serum-Monovette | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Probenvolumen | 10 ml | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Referenzbereich |
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| Verfahren | CMIA | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| bevorzugte Probenart | SERUM&10 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| letzte Änderung | 18.03.2026 15:41 |