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| Abnahmevorschrift | Letzte Änderung: 24.05.2018 (Men) Abnahme-/Transportbedingungen: - Bestimmung erfolgt in EDTA-Blut (ungekühlt) - Die Stabilität von Renin und Aldosteron beträgt bei Raumtemperatur 4h bzw. 8h [1], daher sollten Lagerung und Transport von Plasma in tiefgefrorenem Zustand (-20°C) erfolgen. Aufgrund der bei Temperaturen von 0 bis 6°C stattfindenden Konvertierung (Kryoaktivierung) von Prorenin zu Renin, dürfen die Proben nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, um falsch hohe Renin-Werte zu vermeiden [1]. Die Blutentnahme erfolgt aufgrund der Tagesrhythmik der Hormonsekretion morgens, ca. 2 Stunden nach dem Aufstehen, in sitzender Position nach einer 15-minütigen Ruhephase [2]. Einflussgrößen: - Hämolyse stört die Bestimmung, so dass diese Plasmaproben nicht untersucht werden sollten. - Proben von Patienten, die aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen Präparate mit monoklonalen Maus-Antikörpern erhalten haben, können humane anti-Maus-Antikörper (HAMA) enthalten. In solchen Proben können bei Untersuchungen mit Testkits, bei denen monoklonale Maus-Antikörper verwendet werden, implausible Werte erhalten werden [3]. - Heterophile Antikörper im Humanserum können mit Reagenz-Immunglobulinen oder anderem Reagenzmaterial reagieren und In-Vitro-Immunoassays stören. Eine solche Störung kann bei Patienten auftreten, die regelmäßig Kontakt mit Tieren, Tierserumprodukten oder anderen immunogenen Produkten haben, die die Bildung von heterophilen gegen die Reagenzien des Assays auslösen können, und es können abnormale Werte beobachtet werden [2,3]. Störgrößen: - der Test wird beeinflusst durch Hämolyse (siehe I-, H- und L-Index im iXCAT) - Beachte: Biotinsupplementierungen (>5mg/Tag) können zu falsch erhöhten Meßwerten führen (ab 5,3ng/ml Biotin i.S., siehe Lab.info 02/2019); 02.05.19 neum./poi |
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| Einheit | pmol/L | |||||||||
| Häufigkeit | wöchentlich | |||||||||
| Klinische Hinweise | Indikation: - Resistente Hypertonie, die nicht mit drei Standardantihypertensiva (inkl. Diuretikum) kontrolliert werden kann - positive Familienanamnese für primären Hyperaldosteronismus bei Verwandten 1. Grades - Mineralokortikoid-Überproduktion in Kombination mit Reninbestimmung (Conn-Syndrom, idiopathischer Hyperaldosteronismus, sekundären Hyperaldosteronismus) - Hypertonie in Kombination mit persistierender Hypokaliämie (< 3.8 mmol/l) - Hypertonie bzw. Schlaganfall bei Patienten unter 40 Jahren - Verdacht auf Mineralokortikoidmangel Interpretation: Der Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ) wird in der Differenzialdiagnostik bei Hypertonieabklärung als Screeningverfahren zum Ausschluss eines primären Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) eingesetzt. Berechnung des ARQ (Aldosteron-Renin-Quotienten [pmol/l/pg/ml]): <52 normal >52 ist Conn-Syndrom sehr wahrscheinlich Bei einem Grenzwert von 52 für den Aldosteron/Renin-Quotienten (ARG) wird eine diagnostische Sensitivität von 98,9% und eine Spezifität von 78,9% erreicht [4]. Orthostasetest: basal (liegend) und nach 120 min (aktiv) - physiologisch: Anstieg des Renins und Aldosterons um das 2 - 4-fache. - Conn-Syndrom: Basalwert: Renin niedrig, Aldosteron deutlich erhöht Orthostasetest bei Conn-Syndrom: Renin bleibt erniedrigt, basal erhöhte Aldosteronkonzentration bleibt erhöht ohne weiteren signifikanten Anstieg - Idiopathischer Hyperaldosteronismus: Basalwert: Renin niedrig, Aldosteron grenzwertig bis erhöht Orthostasetest : Renin fehlender oder geringer Anstieg, Aldosteron >30%-iger Anstieg Salzbelastungstest: Diagnosebestätigung eines primären Hyperaldosteronismus Physiologisch führt die kurzzeitige intravaskuläre Volumenbelastung über den erhöhten Perfusionsdruck in den zuführenden Nierenarteriolen zu einer Hemmung der Reninausschüttung und nachfolgend zu einer sinkenden Aldosteronkonzentration. Beim primären Hyperaldosteronismus fällt die Konzentration nicht unter den methodenabhängigen Grenzwert (diagnostische Sensitivität ca. 90%). Folgende Medikamente mit deutlichem Einfluss auf den ARQ müssen 4 Wochen vor Blutentnahme abgesetzt werden [5]: - Mineralokortikoid-Antagonisten (Spironolacton, Eplerenon, drospirenonhaltige Kontrazeptiva) - Kaliumsparende Diuretika (Triamteren, Amilorid) Folgende Medikamente sollten nach Möglichkeit ca. 1 Woche vor Blutentnahme abgesetzt werden [5]: - Betablocker (Verminderung der Renin-Konzentration, Erhöhung des ARQ) - Zentrale Alpha2-Agonisten (z.B. Clonidin, Alpha-Methyldopa, Erhöhung des ARQ) - ACE-Hemmer (Erhöhung der Renin-Konzentration, Erniedrigung des ARQ) - AT1-Rezeptorblocker (Erhöhung der Renin-Konzentration, Erniedrigung des ARQ) - Renin-Inhibitor (Erhöhung der Renin-Konzentration, Erniedrigung des ARQ) - Thiazid- bzw. Schleifendiuretika (Erhöhung der Renin-Konzentration, Erniedrigung des ARQ) - Kalzium-Antagonisten vom Dihydropyridin-Typ (Nifedipin, Erniedrigung des ARQ) - Östrogen, NSAID (Erhöhung des ARQ) Folgende Antihypertensiva haben keinen wesentlichen Einfluss auf den ARQ (erlaubte Medikation) [5]: - Alphα1-Antagonisten (z.B. Doxazosin) - Kalzium-Antagonisten vom Nicht-Dihydropyridin-Typ (Verapamil, Diltiazem) |
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| Material | Plasma (EDTA-Blut) | |||||||||
| Probengefäß | EDTA-Monovette | |||||||||
| Probenvolumen | 2.7 ml | |||||||||
| Akkreditierungsstatus | akkreditiert | |||||||||
| Referenzbereich |
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| Verfahren | Chemilumineszenz | |||||||||
| letzte Änderung | 18.03.2026 14:45 |